Max Mosley wollte eine Budgetgrenze von 33 Millionen Euro ab 2010 einführen

Formel 1 2009

— 30.07.2009

Mosley: "Es gibt einige Ersatzkandidaten"

FIA-Präsident Max Mosley sieht trotz des angekündigten Ausstiegs von BMW keine Probleme für die Formel 1: "Egal, ob mit oder ohne Hersteller"

Max Mosley fühlte sich gestern angesichts der Rückzugsankündigung der BMW Group in seiner harten Linie der vergangenen Wochen bestätigt. Immer wieder hatte der FIA-Präsident gemahnt, dass sich nach Honda weitere Hersteller aus der Formel 1 verabschieden könnten. "Es tut mir sehr leid, weil BMW ein wichtiges Unternehmen ist und sie sehr konkurrenzfähig waren, aber ich hatte einen solchen Schritt sogar von mehreren Herstellern erwartet", so Mosley in der britischen 'BBC'.

"Für die Hersteller ist es einfach nicht länger möglich, so viel Geld zu investieren, wenn es dem gesamten Unternehmen schlecht geht", meint der Brite, der sich im Oktober von seinem Amt verabschieden wird. "Diese Firmen stecken fast alle in Problemen. Es werden Werke geschlossen, die Mitarbeiter bekommen nur noch Zeitverträge und der Steuerzahler muss helfen. Es passt einfach nicht ins Konzept, für die Formel 1 länger so viel Geld auszugeben."

Die BMW Group hatte den Ausstieg offiziell mit einer "neuen strategischen Ausrichtung" begründet. Sollte das BMW Sauber F1 Team nicht unter neuer Leitung weitergeführt werden, sieht Mosley bereits potenzielle Ersatzkandidaten. "Es gibt noch einige Leute, die in die Formel 1 möchten. Wenn sich kein weiterer Hersteller verabschiedet, dann werden wir jemanden finden, der den Platz einnehmen wird. Die Formel 1 wird gesund sein. Egal, ob mit oder ohne Hersteller." Epsilon-Euskadi-Chef Joan Villadelprat hatte sofort Intertesse bekundet.

Zum Thema möglicher weiterer Ausstiege meint Mosley: "Es gibt Gerüchte, die gibt es aber immer. Solange wir keine gesicherten Informationen haben, kümmern wir uns nicht darum. Man muss stets ein Auge auf die Hersteller haben. Die kommen und gehen wie sie wollen. Für ein Unternehmen wie BMW ist die Autoproduktion das Geschäft. Williams hat dagegen die Formel 1 als Kerngeschäft. Um die Hersteller muss man sich immer Sorgen machen."

Der FIA-Chef sieht sich in seiner deutlichen Forderung nach einer Budgetobergrenze bestätigt. Mosley hatte sich letztlich mit seinem Plan nicht durchsetzen können. "Jetzt wird zwar gespart, aber zu wenig und nicht schnell genug", so seine Einschätzung. "Wir haben jetzt einen anderen Weg eingeschlagen. Teamchefs wollen ohnehin nichts vom Sparen hören. Also gehen wir zu den Vorständen und bitten sie, dass sie uns auf dem Weg zu Sparmaßnahmen helfen. Es deutet sich an, dass dies klappen kann."

Fotoquelle: xpb.cc

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