Ihre Freundschaft bleibt ungetrübt: Rubens Barrichello und Felipe Massa

Formel 1 2009

— 31.07.2009

Massa schon wieder zu Scherzen aufgelegt

Felipe Massa und Rubens Barrichello haben bereits wieder miteinander telefoniert - Formel-1-Stars richten Twitter-Seite für Genesungswünsche ein

Freundschaften zwischen Formel-1-Piloten mögen in der heutigen Zeit äußerst selten vorkommen, aber es ist kein Geheimnis, dass die Brasilianer im Fahrerlager so etwas wie eine große Familie sind. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass zwischen Felipe Massa und Unfallverursacher Rubens Barrichello kein Streit herrscht.

Von Barrichellos Brawn war im Qualifying zum Grand Prix von Ungarn eine 800 Gramm schwere Stahlfeder weggeflogen, die Massa einige Sekunden später bei voller Fahrt am Kopf traf. Der Ferrari-Fahrer wurde bewusstlos geschlagen, zog sich dabei eine Stirnbeinfraktur und eine Gehirnerschütterung zu und wurde ins Koma versetzt. Aus diesem ist er inzwischen aufgewacht - und am Sonntag soll er sogar die AEK-Klinik in Budapest verlassen können.

Barrichello traute seinen Augen nicht, als auf dem Display seines Handys gestern plötzlich "Massinha" aufleuchtete: "Zuerst habe ich geglaubt, es sei sein Bruder Dudu, der mich anrief", so der 37-Jährige auf seiner Twitter-Seite. Massa habe gut geklungen - und war schon wieder zu Scherzen aufgelegt: "Mann, musstest du diese Dinge direkt an meinen Kopf schmeißen?", soll er seinen Freund gefragt haben.

Am Hungaroring war Barrichello neben den Rettungskräften und Ferrari-Teammitgliedern einer der ersten Besucher bei Massa im Medical-Center, ehe via Hubschrauber der Abtransport nach Budapest erfolgte: "Wenn du aufwachst, willst du ein vertrautes Gesicht sehen. Ich wollte bei ihm sein, damit jemand da ist, falls noch niemand von seiner Familie dort gewesen wäre", hatte er damals gesagt.

Nun hat "Rubinho" gemeinsam mit Landsmann Nelson Piquet, der bei Renault auf der Abschussliste steht, eine Twitter-Seite eingerichtet: "Rubens und ich würden uns freuen, wenn ihr dort eure Nachrichten hinterlassen könntet. Wenn Felipe aus dem Krankenhaus kommt, werden wir sie ihm übermitteln", so Piquet, der Massa "eine wirklich schnelle Genesung" wünscht.

"Es war ein harter Monat im Motorsport", seufzt Piquet. "Ich sah das Formel-2-Rennen in Brands Hatch im Fernsehen, denn ein Freund von mir nahm daran teil. Dadurch habe ich den schrecklichen Unfall von Henry Surtees live miterlebt. Es war eine furchtbare Sache und wir alle waren sehr traurig. Und dann passierte nur eine Woche später Felipes Unfall in Budapest. Aber zum Glück wird Felipe wieder gesund."

Fotoquelle: xpb.cc

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