Ralf Schumacher wünscht seinem großen Bruder Michael alles Gute

Formel 1 2009

— 31.07.2009

Ralf Schumacher: "Räikkönen wird langsamer sein"

Ralf Schumacher glaubt, dass sein Bruder mit Kimi Räikkönen keine Mühe haben wird: "Michael wird einschlagen wie eine Granate"

Ganz Motorsport-Deutschland fiebert dem Sensationscomeback von Michael Schumacher in der Formel 1 entgegen - und selbst Bruder Ralf, der auf "Schumi I" in der Vergangenheit nicht immer gut zu sprechen war, kann sich der derzeitigen Aufregung nicht entziehen. Der Mercedes-DTM-Pilot überlegt sogar, am 23. August selbst nach Valencia zu kommen, um seinem Bruder die Daumen zu drücken.

Dabei sei das gar nicht notwendig, denn "Schumi II" geht davon aus, dass "Schumi I" den anderen 19 Piloten ihre Grenzen aufzeigen wird - einschließlich Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen. Der Finne werde zwar "auf jeden Fall" motivierter als sonst sein, "aber es wäre natürlich unangenehm für ihn, wenn er langsamer wäre. Aber das wird passieren, dass Räikkönen langsamer ist - auch schon in Valencia! Da beißt keine Maus den Faden ab."

Schumacher als Entwicklungsvorteil?

"Grundsätzlich war er schon vor der Pause langsamer als mein Bruder - und er ist auch nicht wirklich besser geworden, seit er bei Ferrari ist. Das ist Fakt für mich, da mache ich mir überhaupt keine Gedanken", so Schumacher, der anfügt: "Vor allem wird es auch den Vorteil haben, dass Ferrari beim Thema Entwicklung ein ganzes Stück weiterkommt, denn es ist unumstritten so, dass beide anderen Piloten nicht so in der Lage sind, mit dem Team zu kommunizieren, wie das Michael gemacht hat."

Was die Vorbereitung angeht, überlasse man nichts dem Zufall: "Er eiert ja heute schon in Mugello durch die Gegend. Er fährt einige Kilometer mit dem 2007er und dann wird er zu 100 Prozent noch einen Testtag mit dem aktuellen Auto bekommen. Er kommt wahrscheinlich mit 5.000 Kilometern da an. Die wissen schon alle genau, was sie wollen. Und dazu ist Michael jemand, der sich auf die Situation einstellen kann. Beim Testen damals war er ja auch auf Anhieb so schnell wie die anderen - oder sogar schneller."

"Wenn er nun noch einen Tag mit dem F60 bekommt - den er sicherlich von allen Teams bekommen wird -, dann kommt er besser vorbereitet nach Valencia als die anderen, die ein paar Wochen nichts getan haben. Das muss man einfach so sehen", meint Schumacher. Aber: "Das ist ja auch gerechtfertigt, wenn er sich dazu entscheidet und der Formel 1 auch so viel bringt - und die Formel 1 hat weiß Gott mal wieder eine gute Nachricht gebraucht. Der Formel 1 bringt das sicherlich mehr als Michael selbst."

Lange Pause kein Problem

Der Wahlösterreicher geht davon aus, dass sein Bruder das Comeback "mit links" packen und "wie eine Granate einschlagen" wird: "Da bin ich mir ganz sicher! Ich kann es nur aus eigener Erfahrung sagen: Gut, es waren keine zwei Jahre, aber ich bin über drei Monate nicht im Auto gesessen und bin in der zweiten Runde in Silverstone schneller gefahren denn je. Das ist überhaupt kein Thema, wenn man es kennt und ein Gefühl dafür hat."

Was könnte deiner Meinung nach Michaels größtes Problem werden, Ralf? "Im Fahrerlager zwischen LKW und Catering in Ruhe hin und her zu gehen", entgegnet er grinsend - und fügt ernsthaft an: "Ferrari ist seit vielen Jahren seine Heimat. Das ist ja wohl durchdacht und alles auf ihn eingestellt. Da wird eher Kimi ein Problem damit haben, auch wenn er so tut, als ob es nicht so wäre. Das ist ja ganz klar. Das wird interessant!"

Fotoquelle: xpb.cc

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