Hundertprozentig für 2010 gesetzt ist derzeit nur Weltmeister Lewis Hamilton

Formel 1 2009

— 01.08.2009

Whitmarsh: Nationalität der Fahrer kein Kriterium

Viele wünschen sich seit Jahren einen Deutschen in den Silberpfeil, doch für Teamchef Martin Whitmarsh ist die Nationalität kein Kriterium

Weil die politischen Diskussionen im Hintergrund weitgehend überstanden sind und gestern Nacht der Stichtag für die meisten Verlängerungsoptionen in meisten Fahrerverträgen war, wird das Transferkarussell nun wohl mehr Fahrt aufnehmen als bisher. Zu den begehrtesten Plätzen für 2010 gehört das zweite Cockpit neben Lewis Hamilton bei McLaren-Mercedes.

Heikki Kovalainen hat sich in den vergangenen eineinhalb Jahren mit lediglich einem Sieg nicht gerade für ein weiteres Jahr im Silberpfeil aufgedrängt. Ein starker zweiter Mann neben Lewis Hamilton ist für Teamchef Martin Whitmarsh aber wichtig: "Wir wollen immer auch einen zweiten Piloten haben, der Lewis schlagen will. Das ist wichtig, denn wir wollen, dass die besten Fahrer zu uns kommen", wird der Brite von 'Auto Bild motorsport' zitiert.

Für viele wäre ein Deutscher im Silberpfeil ein Wunschszenario. Vor allem Nico Rosberg und - mit Abstrichen - Adrian Sutil gelten als Anwärter auf einen McLaren-Mercedes-Vertrag. Auch Nick Heidfeld, dem Ende 2001 sein damaliger Sauber-Teamkollege Kimi Räikkönen vorgezogen wurde, ist seit dem angekündigten Ausstieg von BMW auf dem Markt. Dafür ist Überflieger Sebastian Vettel auch im nächsten Jahr an Red Bull gebunden.

"Adrian fährt in einem von uns technisch unterstützten Team. Er hat Fortschritte gemacht, muss aber noch lernen. Nico haben wir schon in seiner Kartzeit gefördert. Er ist ein guter Fahrer", analysiert Whitmarsh. "Im Moment ist es einfach so, dass wir sehr viele gute deutsche Fahrer haben. Auch Sebastian ist ein großartiges Talent. Aber wir haben derzeit zwei Jungs, die harmonisch zusammenarbeiten. Sie haben die Möglichkeit verdient, in Zukunft wieder zusammen zu gewinnen."

Ein Festhalten an Kovalainen hätte den Vorteil, dass man die klare Hierarchie im Team nicht zerstören würde. Angeblich soll ja auch Hamiltons Managervater Anthony dafür plädieren, den Vertrag mit dem Finnen zu verlängern, schließlich würde ein neues Duell etwa mit Rosberg ein gewisses Risiko darstellen, den Status als Nummer eins zu verlieren. Aber die Nationalität wird letztendlich ohnehin nicht den Ausschlag geben.

"Von Norbert Haug wird in Deutschland erwartet, einen deutschen Fahrer ins Team zu holen", erklärt Whitmarsh. "Unsere Fahrer suchen Norbert und ich nach ihren Qualitäten aus. Fahrer nach Nationalitäten auszusuchen, das ist der falsche Weg. Und wenn ich über andere kompetente Fahrer befragt werde, wäre es unhöflich, nichts über sie zu sagen. Das bedeutet aber nicht, dass ich Interesse an ihnen bekunden will."

Fotoquelle: xpb.cc

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