Auch Renault-Trucks warten bereits in Valencia am Circuit Ricardo Tomo

Formel 1 2009

— 10.08.2009

Renault ist bereits in Valencia

Obwohl Renault für das Rennen in den Straßen von Valencia gesperrt ist, sind die Trucks der Franzosen bereits vor Ort: Strecke wird derzeit präpariert

Renault bereitet sich ebenso emsig auf den Grand Prix von Europa vor wie die Verantwortlichen in Valencia. In den ab heute gesperrten Straßen des Hafenviertels werden zurzeit Fangzäune, Leitplanken, Kameras und Bühnen für das Rennwochenende aufgebaut. Die Tribünen werden von unzähligen Helfern installiert, riesige Videoleinwände auf großen Lastwagen in Position gefahren. Städtische Mitarbeiter entfernen in den kommenden Tagen Fahrbahnmarkierungen, die für Formel-1-Boliden zur rutschigen Falle werden könnten.

Unterdessen rücken nach und nach die ersten Teams an. Viele Trucks stehen bereits jetzt im Fahrerlager der permanenten "Ricardo Tomo" Rennstrecke in Valencia. Darunter sind überraschenderweise auch die LKW von Renault. Das Team ist nach einem Zwischenfall von Ungarn eigentlich für den Auftritt in Spanien gesperrt, doch hoffen die Franzosen am kommenden Montag bei der Berufungsverhandlung auf Milde der FIA-Richter.

Das entsprechende Urteil wird erst für Dienstag erwartet. Sollte die Strafe für Renault also von einer Rennsperre in eine andere Konsequenz umgewandelt werden, bliebe für den Transport des Equipments vom Stammsitz in Großbritannien nach Valencia nicht mehr genügend Zeit. Dass die Lastwagen in der kommenden Woche tatsächlich die 30-minüte Fahrt ins Fahrerlager des Straßenkurses antreten dürfen, gilt als wahrscheinlich.

"Ich kann mir vorstellen, dass die Strafe reduziert wird", meint auch 'Motorsport-Total.com'-Experte Marc Surer. Der ehemalige Formel-1-Pilot und heutige Fernsehkommentator weiter: "So eine harte Strafe hat es bei einem solchen Vorfall noch nie gegeben. Dass einer mit einem losen Rad aus der Box gefahren ist, das haben wir schon oft erlebt. Es hat zwar früher dafür auch immer eine Bestrafung gegeben, aber nie in diesem Ausmaß. Das Strafmaß ist völlig überzogen."

In Ungarn hatte das Renault-Team ein Vorderrad am Boliden von Fernando Alonso beim Boxenstopp nicht ordnungsgemäß montiert. Die FIA warf dem Team vor, den Piloten nicht sofort über den Vorfall informiert zu haben. Alonso hätte sofort stoppen müssen, denn vor allem der tödliche Unfall von Formel-2-Pilot Henry Surtees hatte die Verantwortlichen wachgerüttelt. Surtees war beim Rennen in Brands Hatch vom losen Rad eines Konkurrenten erschlagen worden.

"Es ist nicht das erste Mal und auch nicht das letzte Mal, dass einer ein Rad verliert", wird der spanische Toro-Rosso-Rookie Jaime Alguersuari in spanischen Medien zitiert. Auch der 19-Jährige ist der Ansicht, dass die Rennsperre für Renault nicht gerechtfertigt ist. Zwar dürfen die Organisatoren vor Ort über ein großes Interesse wegen des Comebacks von Michael Schumacher jubeln, doch in Spanien freut man sich vor allem auf Alonso. Der zweimalige Weltmeister müsste bei einer Renault-Sperre allerdings zusehen.

Fotoquelle: xpb.cc

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