Verwischt: Der Formel-1-Traum von Sébastien Bourdais ist vorerst ausgeträumt

Formel 1 2009

— 11.08.2009

Bourdais: Formel 1, Le Mans oder USA?

Sébastien Bourdais wägt nach dem Rauswurf bei Toro Rosso seine Optionen ab: Formel 1, Le Mans oder Rückkehr in die Vereinigten Staaten?

Der Große Preis von Deutschland auf dem Nürburgring war das vorerst letzte Formel-1-Rennen von Sébastien Bourdais. Der französische Rennfahrer wurde vor dem WM-Lauf am Hungaroring zugunsten des jungen Spaniers Jaime Alguersuari vor die Türe gesetzt und muss sich nun eine neue Aufgabe suchen. Von Formel 1 über Le Mans und IndyCar: Bourdais überlegt seinen nächsten Schritt.

Für den früheren Formel-3000-Champion hat die Formel 1 noch immer Priorität: "Ich möchte einen Platz in der Formel 1 finden", so Bourdais gegenüber der 'Équipe'. "Weil es keine Testfahrten gibt, bin ich durchaus interessant für die neuen Teams", meint der 30-Jährige, gibt aber zu bedenken: "Auch Heidfeld und Kubica werden auf dem Markt sein" - BMW steigt bekanntlich zum Saisonende aus.

Gleichwohl könnten sich 2010 einige neue Chancen ergeben, schließlich rücken mit Campos, Manor und US F1 gleich drei neue Mannschaften in die Startaufstellung der Formel 1. Doch Bourdais hat seine Zweifel: "Technisch gesehen werden einige Teams wohl mit von der Partie sein, aber eben ohne Geld", sagt der ehemalige Toro-Rosso-Pilot. "Das Wirtschaftsklima macht die Sache schwierig."

Aus diesen Grund hat Bourdais auch noch andere Möglichkeiten im Blick: "Ich stehe noch bis zum Ende dieses Jahres bei Peugeot unter Vertrag", so der Franzose. "Sie scheinen mit meiner Arbeit in Le Mans recht zufrieden zu sein" - im Juni hatte Bourdais gemeinsam mit seinen beiden Teamkollegen hinter dem Schwesterauto Rang zwei beim Langstreckenklassiker an der Sarthe belegt.

"Was die USA anbelangt: Ich habe den Kontakt zu meinem Team stets aufrecht erhalten", meint Bourdais und erwägt offenbar auch eine Rückkehr in die Vereinigten Staaten. Doch auch dabei rückt das Budget ins Zentrum: "Letztendlich brauchen sie Geld, um das Auto ins Rennen zu schicken", so Bourdais. "Das kostet fünf Millionen Euro. Es ist nicht einfach, derzeit eine solche Summe aufzutreiben."

Fotoquelle: xpb.cc

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