Ex-Teamchef Eddie Jordan würde sofort Fernando Alonso in den Ferrari setzen

Formel 1 2009

— 11.08.2009

Jordan: "Ein großer Rückschlag für Ferrari"

Der ehemalige Teamchef Eddie Jordan bedauert den Rückzug von Michael Schumacher und würde an Ferraris Stelle sofort Fernando Alonso holen

Nur zwei Wochen lang durften sich die Fans von Michael Schumacher auf eine Rückkehr des Rekordweltmeisters freuen, ehe der deutsche Rennfahrer den Comeback-Plänen aus gesundheitlichen Gründen eine Absage erteilen musste. Eddie Jordan hätte Schumacher zwar gerne im Ferrari gesehen, wünscht sich nun aber möglichst schnell Fernando Alonso bei der Scuderia.

"Lance Armstrong würde nicht bei der Tour de France mitmachen, wenn er nicht zu einhundert Prozent fit wäre. Bei Schumacher verhält es sich genau gleich", so Jordan gegenüber 'TalkSport'. "Er hat die Geschwindigkeit, kann nach seinem Unfall aber nicht zwei Rennstunden überstehen. Ferrari hätte sicherlich die besten Mediziner darauf angesetzt, doch es klappt einfach nicht", meint der Ire.

"Wir wurden einer tollen Gelegenheit beraubt, denn ich hätte wirklich gerne gesehen, wie er mit diesen jungen Burschen klargekommen wäre", so Jordan, der Schumachers Motorrad-Aktivitäten rückblickend verdammt: "Was hat er sich nur dabei gedacht?" Der frühere Formel-1-Fahrer stürzte im Frühjahr 2009 mit seinem Bike und verletzte sich dabei am Nacken - daher platzte das Comeback.

Dabei hatten sich auch ehemalige Fahrerkollegen von Schumacher auf die Rückkehr des Superstars gefreut: "Michael ist der Champion der Champions", so Jean Alesi gegenüber 'RMC' - der Franzose hatte Schumacher für Valencia sogar auf der Siegrechnung. "Michael ist ein großartiger Champion", meint auch Olivier Panis und vermutet, dass Schumacher gewiss konkurrenzfähig gewesen wäre.

Erst Badoer, dann Alonso?

Doch statt dem Deutschen greift nun Testfahrer Luca Badoer ins Lenkrad und vertritt den verletzten Felipe Massa beim Großen Preis von Valencia. Jordan traut dem in Ungarn verunglückten Brasilianer aber eine Genesung auf der Überholspur zu: "Massa macht - Gott sei dank! - große Fortschritte und diese Ereignisse könnten ihm den Anstoß dazu geben, noch eher wieder zurückzukommen."

"Seien sie nicht überrascht, wenn er in Monza wieder mit dabei ist", sagt der ehemalige Teameigner und hält fest: "Das ist ein großer Rückschlag für Ferrari. Schumacher hätte einfach zurückkehren müssen, um seinem Team Zuversicht und Schwung zu verleihen, denn der Sport braucht Ferrari." Laut Jordan wäre Abhilfe aber durchaus in Sicht: Der TV-Experte würde Alonso an Bord holen.

"Es gibt eine ganze Reihe von Fahrern, die im kommenden Jahr kein Cockpit erhalten werden. Und wer sagt eigentlich, dass Ferrari keinen Deal mit Flavio Briatore schließt? Nach meinen Informationen fährt Alonso 2010 für Ferrari", so Jordan, der den spanischen Doppelweltmeister schon 2009 verpflichten würde: "Warum sollte man das nicht etwas vorziehen? Wäre ich Ferrari, dann würde ich das tun."

Fotoquelle: xpb.cc

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