Im Motorradsport ganz normal: Michael Schumacher landete mehrfach im Kies

Formel 1 2009

— 11.08.2009

Schumacher: Heimlicher Crash beendet Comeback-Träume

Im Zuge der Absage des Schumacher-Comebacks wird deutlich, wie schwer der Motorradunfall in Cartagena gewesen sein muss: Arterie verletzt, mehrere Brüche

Unzählige Fans von Michael Schumacher haben in den vergangenen Tagen die Vorbereitungen auf das Comeback des Rekordweltmeisters mit großer Euphorie verfolgt. Entsprechend enttäuscht sind viele Beobachter nun, weil der Kerpener seinen Einsatz im Ferrari wegen gesundheitlicher Probleme absagen musste. Schumacher hatte von vornherein erklärt, dass er nur dann wieder Renneinsätze fährt, wenn die Ärzte grünes Licht geben.

Mit einem ganzen Stab von Medizinern hatte sich der 40-Jährige auf den anstehenden Grand Prix von Europa vorbereitet. Es gab spezielles Training, Kartfahren, Proberunden im F2007 und immer wieder Untersuchungen. Schumacher-Manager Willi Weber war nie ernsthaft von einer Absage des Kerpeners ausgegangen, immerhin waren neue Kappen und Shirts bereits in Produktion. Und doch hörte man aus dem Umfeld immer wieder mahnende Worte. Vor allem von Schumachers Sprecherin Sabine Kehm.

Die Skepsis war berechtigt, wie man seit heute Vormittag weiß. Nur wenigen Menschen im engsten Umfeld des 40-Jährigen war klar, wie heftig der Motorradcrash im Februar in Cartagena gewesen war. Erst im Zuge der aktuellen Absage des Comebacks wird auch in der Öffentlichkeit deutlich, wie brutal der Abflug gewesen sein muss. "Es war der schwerste Unfall, den Michael in seiner Motorsportkarriere hatte", meint Manager Weber gegenüber der Nachrichtenagentur 'dpa'.

Was ist am 11. Februar auf der Strecke von Cartagena passiert? Schumacher trainiert auf dem Superbike, als ihm bei Tempo 110 km/h beim Anbremsen das Bike außer Kontrolle gerät. Der Kerpener fliegt ab, landet benommen im Kies. "Vorsichtshalber sind wir ins Krankenhaus gefahren", gibt der Rekordweltmeister auf seiner Internetseite bekannt. Weiter: "Mir geht es gut, deshalb bin ich abends nach Hause geflogen."

Dies alles war wohl eine harmlose Beschreibung eines deutlich heftigeren Geschehens. "Die Verletzungsfolgen vom Motorrad-Unfall im Februar, als ich mir Brüche im Bereich Kopf und Hals zugezogen habe, sind leider noch immer zu schwer", erklärt Schumacher nun seine Absage an Ferrari. Plötzlich rückt der Superstar mit Details zu den Unfallfolgen heraus. Sprecherin Sabine Kehm gab gegenüber 'N24' sogar an, dass Schumacher "Verletzungen an der Arterie" davongetragen habe.

Die Folgen der Verletzungen seien "so schlimm, dass Michael die Extrembelastung, die die Formel 1 darstellt, einfach nicht kompensieren kann", erklärte Kehm weiter. Angesichts dieser Aussagen wird deutlich, wie schlecht es um die Gesundheit des 40-Jährigen bestellt gewesen sein muss. Das Schumacher-Umfeld hatte die gesamten Auswirkungen des Unfalls verschwiegen, als Argument für die Absage des geplanten Comebacks sind sie nun aber mehr als nachvollziehbar.

"Es ist sehr schade. Ich habe mich sehr auf das Comeback gefreut, wie wir alle", fügt Manager Weber hinzu. Der langlährige Schumacher-Vertraute muss die Produktion der neuen Comeback-Kollektion stoppen. Möglicherweise muss erneut ein Teil der Waren verbrannt werden, wie es ihm nach dem Weltmeistertitel für Jacques Villeneuve 1997 schon einmal ergangen war. Damals hatten die neuen Weltmeistershirts bereits in der Box gelegen, wurden jedoch nie getragen.

Fotoquelle: xpb.cc

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