Bernie Ecclestone hält eine Piratenserie zur Formel 1 schlicht für nicht machbar

Formel 1 2009

— 13.08.2009

Ecclestone: "Es wäre den Aufwand nicht wert"

Wäre die Formel 1 an ihren politischen Querelen in dieser Saison kollabiert, Bernie Ecclestone hätte sich nicht mit dem Wiederaufbau beschäftigt

Die Formel-1-Saison 2009 bot bislang sowohl auf als auch neben der Rennstrecke jede Menge Gesprächsstoff. Zur Jahresmitte drohten die in der Teamvereinigung FOTA organisierten Rennställe gar damit, eine Piratenserie ins Leben zu rufen und der Formel 1 den Rücken zuzuwenden. Doch dieses Vorhaben war durch die Erstellung eines neuen Concorde-Agreements wieder vom Tisch.

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone glaubt rückblickend nicht, dass die Teams tatsächlich eine eigenständige Rennserie hätten etablieren können: "Erst neulich habe ich jemanden erzählt, dass die meisten Teams in der Formel 1 doch recht neu dabei sind. Sie haben keine Lehrzeit absolviert", so Ecclestone gegenüber 'Today' aus Singapur. "Sie wissen einfach nicht, was wir leisten mussten, um diese Serie zu dem zu machen, was sie heute ist."

"Sie wollen einfach nur möglichst viel nehmen und dann wieder verschwinden", meint Ecclestone und fügt an: "Einige dachten vielleicht, sie könnten etwas Eigenes aufbauen und dann selbst die Verantwortung übernehmen. Sie haben aber doch noch nicht einmal bei ihrem Tagesgeschäft das Sagen. Wie kommen sie also auf die Idee, dass sie die Leitung von etwas so großem wie die Formel 1 übernehmen könnten?"

"Dieses Business besteht bereits und daran kann mal viel einfacher weiterarbeiten als etwas komplett Neues zu beginnen", so Formel-1-Chef Ecclestone. "Ich würde ganz gewiss keine rivalisierende Rennserie zur Formel 1 ins Leben rufen wollen. Das macht doch überhaupt keinen Sinn, denn es entbehrt jeder Logik. Die Leute, die sich abspalten wollten, haben sich wohl etwas in diese Sache hineingesteigert."

Wäre es aber tatsächlich zu einer Abspaltung der FOTA-Teams gekommen, so hätte die Formel 1 unter Umständen darunter gelitten. Dann hätte sich Ecclestone aber verabschiedet: "Dabeizubleiben wäre sinnlos, wenn die Sache kollabieren würde", sagt der Brite. "Es wäre vermutlich den Aufwand nicht wert, alles wieder aufzubauen. Ich habe noch genug Energie, um viele andere Dinge zu machen - und das würde ich tun."

Fotoquelle: xpb.cc

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