McLaren-Mercedes ist schon seit dem Saisonbeginn 2009 mit KERS unterwegs

Formel 1 2009

— 13.08.2009

Whitmarsh: Jetzt kommt KERS zum Zuge

Dem ersten KERS-Sieg will McLaren-Mercedes schon bald weitere Topleistungen folgen lassen - KERS als entscheidender Vorteil beim Rennstart

Für McLaren-Mercedes ging beim Großen Preis von Ungarn ein langer Leidensweg zu Ende. Die Mannschaft um Teamchef Martin Whitmarsh konnte erstmals in dieser Saison einen Rennerfolg verbuchen und machte KERS damit zur Siegtechnologie. Das Zusatzsystem könnte den Silbernen auch in den verbleibenden Rennen noch viel Freude machen - davon ist Whitmarsh fest überzeugt.

"Wir hatten eine lange Lernphase", so Whitmarsh gegenüber 'ITV'. "Erst stellte sich uns die technische Herausforderung, KERS überhaupt zu entwickeln. Dann musste das System in den Rennwagen eingepasst werden, ohne dabei einen zu großen Einfluss auf das Fahrzeug auszuüben. Der letzte Schritt war schließlich, KERS effektiv nutzen zu können", erläutert das britische Teamoberhaupt.

Vor allem beim Start ist das 2009 eingeführte Zusatzsystem ein großer Vorteil, was Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen nun schon des Öfteren eindrucksvoll unter Beweis stellen konnten. Auch in Ungarn sollte sich der Raketenstart der Silberpfeile durchaus bezahlt machen: Weltmeister Hamilton raste auf den ersten Rennmetern von Startplatz vier bis auf Rang drei nach vorne - und gewann.

Der 24-Jährige hat seinen ersten Saisonsieg aber nicht nur dem KER-System zu verdanken, wie Whitmarsh zu erläutern weiß. Denn dank der jüngsten Fortschritte bei Silber können Hamilton und Kovalainen die Power von KERS jetzt viel besser ausschöpfen: "Wenn man sich so weit hinten qualifiziert, wie wir zu Beginn des Jahres, dann ist KERS am Start nicht unbedingt eine Hilfe."

Man müsse erst einmal die Phase der geringen Traktion überstehen, ehe man beim Start voll aufs Gas steigen könne, meint Whitmarsh. "Wenn man sich weit hinten im Feld aufhält, dann hat man einfach nicht den Raum, um genau das zu tun", so der McLaren-Mercedes-Teamchef. "Wir liegen jetzt aber deutlich weiter vorn und können KERS am Start künftig hoffentlich zu unserem Vorteil einsetzen."

"Die Fahrer und auch das Team lernen immer mehr darüber", sagt Whitmarsh - schließlich habe man diese Technologie beim Saisonauftakt noch nicht in diesem Ausmaß verstanden. "Die Verantwortung für das System obliegt größtenteils den Piloten", erläutert Whitmarsh abschließend und fügt an: "Das ist Schwerstarbeit. Das haben wir zu Saisonbeginn möglicherweise etwas unterschätzt."

Fotoquelle: xpb.cc

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