Fernando Alonso möchte irgendwann in Ruhe über seinen Aufstieg nachdenken

Formel 1 2009

— 14.08.2009

Alonso: "Das Leben ist an mir vorbeigerast"

Renault-Pilot Fernando Alonso über seinen rasanten Aufstieg vom Kartsport bis an die Spitze der Formel-1-Gesamtwertung: "Das ging alles ganz schnell"

Eigentlich hatte Fernando Alonso zunächst gar nicht damit gerechnet, eines Tages in der Formel 1 zu fahren. Schon wenige Jahre später war der spanische Rennfahrer jüngster Rennsieger und kurz darauf auch jüngster Weltmeister aller Zeiten. Doch diese beiden Rekorde ist Alonso mittlerweile wieder los. Irgendwann möchte sich der 28-Jährige die Zeit nehmen, über all dies nachzudenken.

"Ich kann mir die entscheidenden Momente gar nicht merken", sagt der Renault-Pilot. "Mein Leben läuft auch abseits der Strecke unglaublich schnell. Ich bin nun 28 Jahre alt und in den vergangenen acht Jahren ist das Leben an mir vorbeigerast. Es ist so viel passiert. Ich kann mir das alles gar nicht merken. Wenn ich älter bin, nehme ich mir einmal die Zeit, über die besten Momente nachzudenken."

"Die Zeit dafür fehlt mir im Augenblick", meint der zweimalige Weltmeister, der zunächst nicht mit einem derart rasanten Aufstieg rechnete: "Als ich im Kartsport war, dachte ich immer, dass die Formel 1 für mich eine Nummer zu groß ist. Ein echtes Ziel wurde es erst, als ich mit der Formel 3000 gut unterwegs war. Vorher war es einfach nur ein unrealistischer Traum", gesteht Alonso.

"Ich habe das damals nie als realistische Möglichkeit betrachtet. Ich hatte zu jener Zeit auch kaum Geld und fast gar keine Unterstützung", so der Spanier. Doch das sollte sich schon bald ändern. Alonso: "In der Formel Nissan und später in der Formel 3000 wuchs der Wunsch. Dann kam Flavio Briatore und plötzlich bin ich dann in die Formel 1 gekommen. Das ging alles ganz schnell."

Tatsächlich: Kaum hatte Alonso mit dem 1999 ernsthaft mit dem Formelsport begonnen, schon pilotierte er 2000 als Testfahrer einen Formel-1-Boliden von Minardi, wo er nur ein Jahr später als Stammpilot ins Lenkrad griff. Der Rest ist Geschichte - und mittlerweile schon ein wenig zur Routine für den 28-Jährigen geworden: "Zu Beginn meiner Karriere war alles furchtbar aufregend", so Alonso.

"Man hat sehr viele neue Dinge kennengelernt: Medieninteresse, viele Techniker, die großen Fabriken. Da war immer großes Staunen. Nach einer gewissen Zeit weißt du aber, wie alles abläuft. Man kann sich dann mehr auf den Job konzentrieren. Man fokussiert sich wieder mehr darauf, auf der Strecke schneller zu sein als alle anderen", erläutert der spanische Rennfahrer in Renault-Diensten.

Irgendwann will Alonso aber ausscheren und das Leben auf der Überholspur anderen überlassen. Dann möchte der zweifache Weltmeister kürzer treten und etwas ganz anderes machen. "Auf jeden Fall nichts, was mit Motorsport zu tun hat", sagt Alonso. "Ich habe mit drei Jahren im Kart angefangen. Wenn ich also in ein paar Jahren mal aufhöre, dann war ich 35 Jahre im Motorsport. Das ist genug."

Fotoquelle: xpb.cc

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