Verschwommen: Die Rennsituation in Südafrika soll nun überprüft werden

Formel 1 2009

— 15.08.2009

Südafrika: Motorsportverband will Klarheit schaffen

Im Zuge der Rennplanungen in Südafrika sind etliche Millionen im Sande verlaufen - Motorsportverband will Überprüfungen unterstützen

Eigentlich hatte sich Südafrika schon seit geraumer Zeit wieder mit dem Gedanken getragen, die Formel 1 zurück ans Kap der guten Hoffnung zu bringen - doch eben diese Hoffnung schlug in den vergangenen Tagen und Wochen um in Unverständnis: Über 50 Millionen Euro wurden in das Rennprojekt gepumpt, doch einen Gegenwert haben die Investoren niemals erhalten. Jetzt sollen die Geldwege überprüft werden.

Der Motorsportverband von Südafrika (MSA) unterstützt dieses Vorhaben voll und ganz. "Wir erkennen den wirtschaftlichen Einfluss von Motorsportevents auf den Tourismus vor Ort, auf das Geschäftsleben und auch auf die Gemeinden", so Roger Pearce, Vorstandsvorsitzender beim MSA. "Wir werden allerdings keine Unregelmäßigkeiten in Bezug auf den Motorsport tolerieren."

"Die dadurch entstandene negative Publicity der Gauteng Motorsports Company (GMSC) hat einen ungeheuer nachteiligen Einfluss auf den Sport", sagt Pearce und fordert eine gründliche Aufklärung der Vorkommnisse um die Grand-Prix-Planungen. "Es sei von großer Wichtigkeit, so Pearce weiter, dass der nationale Automobilverband im Rennsport auf die Unterstützung der Regierung zählen könne.

In diesem Zusammenhang sei es aber unbedingt vonnöten, dass sich die Regierung nicht auf unabhängige Einzelpersonen oder Unternehmen verlässt, meint MSA-Chef Pearce - und genau dies sei in diesem Fall geschehen. Das positive Image des Motorsports sei nicht nur für den nationalen Automobilverband von großer Wichtigkeit, so Pearce, sondern auch für das Land Südafrika als Ganzes.

"Dieses Land hat schon viele Weltmeister in den unterschiedlichsten Disziplinen hervorgebracht und bereits zahlreiche Events von Weltrang und große Shows abgehalten", sagt Pearce. "Es ist ungeheuer wichtig, dass diese Errungenschaften nicht aufs Spiel gesetzt werden und dass das Land nach wie vor von hiesigen als auch von internationalen Motorsportfans, Sponsoren, Partnern und Freunden geschätzt wird."

Vor kurzem erst habe sich der MSA an das Ministerium für Sport und Freizeit gewandt, um seiner Besorgnis über die Vorgänge rund um die Rennplanungen in Südafrika Ausdruck zu verleihen. Laut Pearce soll der MSA vor den jeweiligen Vertragsabschlüssen überhaupt nicht konsultiert worden sein - dementsprechend prüft der Automobilverband nun seine Optionen in Bezug auf A1GP und Superbikes.

Fotoquelle: xpb.cc

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