Luca Badoer geht in Valencia mit dem F60 an den Start und vertritt Felipe Massa

Formel 1 2009

— 15.08.2009

Badoer: Spanien ist nicht sein Ding...

In einer Woche gibt Ferrari-Pilot Luca Badoer sein Comeback in der Formel 1 - Der Italiener kehrt nach zehn Jahren zurück in den Rennbetrieb

Michael Schumacher hätte es richten sollen, doch nun kommt Luca Badoer zum Zuge: Statt dem siebenmaligen Weltmeister steigt nun ein italienischer Rennfahrer bei Ferrari ein, der seit 1999 keinen Grand Prix mehr absolviert hat. Badoer wird zumindest in Valencia als Vertretung für den verletzten Felipe Massa fungieren und kann bei dieser Gelegenheit seine persönliche Formel-1-Bilanz aufpolieren.

Die Statistiken weisen für den 38-Jährigen bislang nur wenige herausragende Ergebnisse in der "Königsklasse" aus, denn Badoer konnte in seinen bis dato 50 Grands Prix kein einziges Mal in die Punkteränge vorstoßen. Der Italiener bestritt seine Rennen meist in deutlich unterlegenen Autos und konnte daher nur wenige Glanzpunkte setzen, erreichte in Imola 1993 aber immerhin einen siebten Rang.

Das war im erst vierten Formel-1-Rennen seiner Karriere. Es folgten ein zwölfter Startplatz in Ungarn 1995 und beinahe auch ein vierter Rang am Nürburgring 1999 - doch einmal mehr sollte Badoer ein Opfer der Technik werden. Sowohl bei der Scuderia Italia, bei Minardi und bei Forti wurde Badoer immer wieder von Defekten heimgesucht, schied vorzeitig aus oder verpasste gar die Qualifikation.

Dabei war der italienische Rennfahrer mit einem ausgezeichneten Rennsportzeugnis in die Formel 1 aufgestiegen: 1992 holte sich Badoer den Titel in der europäischen Formel-3000-Meisterschaft und debütierte kaum ein Jahr später beim Großen Preis von Südafrika für die Scuderia Italia. Damals ebenfalls am Start: Rubens Barrichello, dessen Formel-1-Karriere seither ohne Unterbrechung andauert.

Doch während der Brasilianer eines der begehrten Renncockpits bei Ferrari ergattern konnte, fiel Badoer 1999 durch den Rennrost der Formel 1. Allerdings wurde der 38-Jährige schon 1998 als Testfahrer von den Roten aus Maranello verpflichtet und fungiert noch heute als Ferraris offizieller Test- und Ersatzfahrer. Ein Umstand, der ihm nun seine wahrscheinlich größte Chance beschert.

Rund zehn Jahre nach seinem bis dato letzten Rennauftritt in Suzuka 1999 darf sich Badoer noch einmal in der Formel 1 beweisen. Doch ein Blick in die Statistik zeigt: Spanien war bislang kein wirklich gutes Pflaster für Badoer. 1993 streikte die Kupplung, 1995 machte das Getriebe schlapp, 1996 verpasste er die Qualifikation und 1999 gab's einen Dreher - 2009 folgt nun das Comeback.

Fotoquelle: Ferrari

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