Romain Grosjean fühlt sich im Motorsport eindeutig als Franzose

Formel 1 2009

— 19.08.2009

Grosjean: "Im Motorsport bin ich Franzose"

Die Schweizer feiern Romain Grosjean als ihren zweiten Piloten in der Formel 1, dabei fährt der Doppelstaatsbürger mit französischer Lizenz

Der Rausschmiss von Nelson Piquet bei Renault, durch den Romain Grosjean am kommenden Wochenende in Valencia zu seinem Formel-1-Debüt kommt, wurde von den eidgenössischen Medien gefeiert, schließlich sei Grosjean zumindest ein "halber Schweizer". Tatsache ist aber, dass der 23-Jährige in der Königsklasse als Franzose an den Start gehen wird.

Zwar lebt Grosjean nach wie vor in seiner Geburtsstadt Genf, doch der Sohn eines Vaters aus der Schweiz und einer Mutter aus Frankreich ist Doppelstaatsbürger und verfügt über eine französische Rennfahrerlizenz des Verbandes FFSA. Daher stellt er auch klar: "Im Motorsport bin ich eindeutig Franzose, denn während meiner Karriere erfuhr ich die gesamte Unterstützung immer nur aus Frankreich, nie aus der Schweiz."

Dass er nun auch die eidgenössischen Medien für seine Zwecke nutzen möchte, versteht sich von selbst, doch Sponsoren finden sich eben in der "Grande Nation" deutlich leichter. Außerdem hat er seinen Aufstieg in die Formel 1 einzig und allein Renault zu verdanken: Der Automobilhersteller nahm ihn nach dem Formel-Renault-Titel 2005 ein Jahr später in den konzerneigenen Nachwuchskader auf, machte ihn 2008 zum Test- und nun schließlich zum Grand-Prix-Piloten.

Was viele nicht wissen: Grosjean hätte eigentlich Skirennläufer werden sollen, doch sein Vater machte ihm wegen der zunehmenden Dopingproblematik den Motorsport schmackhaft. 2003 wurde der Franzose Schweizer Meister in der Formel Renault 1.600 - mit zehn Siegen in zehn Rennen. Spätestens durch seine Titel in der Formel-3-Euroserie (2007) und im asiatischen Ableger der Formel-1-Sprungbrettklasse GP2 rückte er auch im Grand-Prix-Paddock ins Bewusstsein.

So gut vorbereitet wie die Rookies der vergangenen Jahre kommt Grosjean aber nicht in die Königsklasse: Bisher hat er für Renault an drei richtigen Testtagen knapp 1.000 Kilometer zurückgelegt - Geradeausfahrten und PR-Shows nicht eingerechnet. Hinzu kommt, dass er es mit einem zweifachen Weltmeister als Stallgefährte zu tun bekommt. An Fernando Alonso ist mit Piquet zuletzt schon ein GP2-Talent zerbrochen...

Fotoquelle: xpb.cc

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