Luca Badoer in Valencia: Hätte "Schumi" das nicht besser gekonnt?

Formel 1 2009

— 21.08.2009

Badoer enttäuscht auf der ganzen Linie

Obwohl er in keiner Hinsicht die Erwartungen erfüllen konnte, zeigte sich Luca Badoer nach dem ersten Trainingstag in Valencia zufrieden

Zehn Jahre ist es her, dass Luca Badoer zum letzten Mal einen Grand Prix bestritten hat. Damals fuhr er der Konkurrenz genau wie heute hinterher - mit einem kleinen, aber feinen Unterschied: 1999 saß er zwar auch in einem italienischen Boliden, aber in einem Minardi und nicht in einem Ferrari. Der 18. Platz ist daher als Enttäuschung zu werten.

Zunächst einmal musste sich der 38-Jährige darauf einstellen, mit der Erfüllung seines Kindheitstraums, für Ferrari Formel 1 zu fahren, fertig zu werden: "Bis gestern Nacht habe ich geträumt, aber heute Morgen musste ich aufwachen und arbeiten", berichtete Badoer. "Ich war sehr konzentriert und habe viel mit meinem Ingenieur Rob Smedley gesprochen. Der Traum ist vorbei, jetzt brauche ich ein Ergebnis!"

Konstant am Ende des Feldes

Doch das blieb zunächst aus: Der Italiener hinkte dem Feld von Anfang an hinterher und beendete das erste Freie Training mit mehr als drei Sekunden Rückstand an letzter Stelle. Selbst auf den Vorletzten, Timo Glock im Toyota, fehlte ihm über eine Sekunde. Gegen Ende der zweiten Session gelang ihm dann endlich eine deutliche Steigerung, aber mehr als Rang 18 mit zweieinhalb Sekunden Rückstand war dennoch nicht drin.

"Ich habe das Programm absolviert, das das Team von mir erwartet", gab Badoer gelassen zu Protokoll. "Wir müssen uns noch deutlich steigern und wir müssen noch viel arbeiten, aber wenn ich daran denke, dass ich seit acht Monaten nicht gefahren bin und dass ich zum ersten Mal auf dieser Strecke fahre, dann bin ich heute sehr zufrieden. Ich habe keinen Fehler gemacht, bin nicht gecrasht - alles in allem war es ein positiver Tag."

"Für mich ist es doppelt schwierig, weil ich die Strecke nicht kenne. Es ist schwierig, in der Formel 1 das Limit zu finden. Bis auf eine Sekunde ist man schnell dran, aber dann wird die Luft dünn. Das gilt umso mehr dann, wenn die Strecke für einen neu ist", sagte er. "Der Abstand zu Kimi ist nicht so groß, daher denke ich, dass wir einen großartigen Job gemacht haben. Aber ganz klar: Ich will mich steigern und morgen weiter vorne sein."

Unterstützung vom Kommandostand

Teamkollege Räikkönen nahm dem ältesten Fahrer im Formel-1-Feld deutlich mehr als eine Sekunde ab. Diesen Abstand will Badoer morgen verkürzen. Dabei wird ihm auch Berater Michael Schumacher helfen, den sich angesichts des heutigen Ergebnisses wohl viele in den Ferrari wünschen werden. Badoer: "Michael hilft mir in jeder Hinsicht - moralisch, aber auch technisch. Ich freue mich sehr, dass er für mich da ist."

Trotz seiner großen Erfahrung als Testfahrer wirkte der Routinier heute über weite Strecken stark überfordert - was sich auch an Kleinigkeiten wie der Überschreitung der Geschwindigkeitsbegrenzung zeigte. Dieser Lapsus unterlief Badoer innerhalb von nur gut einer halben Stunde gleich dreimal, was ihn eine Geldstrafe in der Höhe von 5.400 Euro bescherte. Doch das ist im Moment wohl seine geringste Sorge...

Fotoquelle: xpb.cc

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