Ratschläge für Luca Badoer: Michael Schumacher übt keine Kritik

Formel 1 2009

— 23.08.2009

Schumacher: "Luca hat sich stetig gesteigert"

Trotz der bescheidenen Darbietung auch im Rennen übt Michael Schumacher keine Kritik an Luca Badoer - Zufriedenheit über Platz drei

Mit einer Runde Rückstand 17. und damit effektiv Letzter - Kazuki Nakajima wurde nur wegen eines Reifenschadens noch hinter ihm gewertet -, im Rennen in zwei Zwischenfälle verwickelt und einmal wegen eines Fehlers an der Boxenausfahrt bestraft: Luca Badoer hat sich heute in Valencia nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Dennoch stellte sich Ferrari-Berater Michael Schumacher demonstrativ hinter den Ersatzmann für den verletzten Felipe Massa.

Frage: "Michael, an deiner Seite hat Rubens Barrichello 2004 in Schanghai auf Ferrari seinen bisher letzten Grand Prix gewonnen, heute entschied er das Rennen hier in Valencia für sich. Wie war es für dich?"
Michael Schumacher: "Ich freue mich für Ross (Brawn; Anm. d. Red.), denn er hat in den letzten zwei Rennen doch ein wenig gelitten. Jetzt hier einen Sieg nach Hause zu fahren, ist für das Team sicher eine Erleichterung. Auch in der Meisterschaft ist nicht viel daneben gegangen, im Gegenteil: Sie haben wieder leicht Boden gutgemacht. Insofern kann man sehr zufrieden sein."

Frage: "Eigentlich hättest du selbst hier fahren sollen, so musstest du von der Boxenmauer zuschauen. Wie war es, deinem alten Freund Luca Badoer die Daumen zu drücken?"
Schumacher: "So wie sonst auch. Ich musste das Thema abhaken. In dem Moment, wo ich das getan habe, war die Situation für mich relativ klar. Ich kam damit ohne große Probleme gut zurecht und habe hier ganz normal mein Wochenende bestritten."

"Es war sicherlich etwas anderes, weil uns Felipe nun mal fehlt - ganz klar, darüber brauchen wir nicht zu reden. Luca hat sein Bestes gegeben und wir haben versucht, das so gut es geht zu unterstützen. Er hatte eine stetige Steigerung drin. Valencia war ein schwieriges Pflaster für ihn, aber Spa kennt er. Schauen wir mal."

Frage: "Wie schätzt du seine Leistung hier ein?"
Schumacher: "Er hat sich stetig gesteigert. Er hatte einen Superstart und war gleich vier oder fünf Positionen weiter vorne. Dann wurde er von hinten angeschoben - ich glaube von Grosjean in einer Haarnadelkurve. Damit war das Rennen dann natürlich relativ einsam für ihn."

"Es ist auch schwierig, in einer gewissen Phase des Rennens ständig blaue Flaggen zu haben, denn man muss immer wieder zwei, drei Sekunden langsamer machen. Dabei geht der Rhythmus verloren. Das betrifft nicht nur Luca, sondern auch alle anderen, die ständig überrundet werden. Die tun einem leid, denn die kommen nicht richtig zum Fahren, sondern stehen teilweise rum und müssen irgendwo an die Seite fahren."

Frage: "Die Ferrari-Performance war mit dem dritten Platz von Kimi Räikkönen ganz ordentlich, nicht wahr?"
Schumacher: "Auf jeden Fall. Wir waren schon die letzten Rennen auf dem Podium und das haben wir heute bestätigt. Wir haben das Maximum herausgeholt, was für uns möglich war. Kimi ist ein fehlerfreies Rennen gefahren, war sehr gut unterwegs, insofern sind wir natürlich glücklich über die sechs Punkte und den dritten Platz."

Fotoquelle: xpb.cc

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