Heikki Kovalainen ist in der Gunst von Martin Whitmarsh gestiegen

Formel 1 2009

— 24.08.2009

Whitmarsh mit Kovalainens Fortschritten zufrieden

McLaren-Mercedes hat eine Steigerung gefordert, Heikki Kovalainen hat diese geliefert - Chassis mit kurzem Radstand für beide Fahrer?

Im Vorfeld des gestrigen Rennens in Valencia legte Teamchef Martin Whitmarsh Heikki Kovalainen nahe, einen Zahn zuzulegen, wenn er seinen Platz bei McLaren-Mercedes behalten will. Der Rennstall hat die Option auf den Finnen verstreichen lassen, was jedoch nicht bedeutet, dass die Entscheidung für 2010 schon gegen Kovalainen gefallen ist.

Prompt präsentierte sich der Teamkollege von Lewis Hamilton auf Augenhöhe mit der Nummer eins der Silberpfeile: trotz einer Benzinrunde mehr und eines Fahrfehlers in der letzten Kurve nur 0,034 Sekunden Rückstand im Qualifying, im Rennen 17,674 Sekunden Verspätung, in der schnellsten Rennrunde um 0,285 zu langsam. Also wieder ein Sieg auf allen Ebenen für Hamilton, doch der Abstand ist zweifelsfrei knapper geworden.

Kovalainens beste Saisonleistung

"Ich finde, Heikki hat Fortschritte gemacht", lobt Whitmarsh die Vorstellung des 27-Jährigen beim Grand Prix von Europa. "Jeder kann sich immer noch mehr steigern und auch wir als Team können das Auto noch schneller machen, aber meiner Meinung nach war das sein bestes Rennen in diesem Jahr. Wir werden uns jetzt zusammensetzen und gemeinsam die Daten analysieren. Schön zu sehen, dass sich bei ihm etwas tut."

Dabei hatte Kovalainen in Valencia im Gegensatz zu Hamilton noch nicht das neue Chassis mit kurzem Radstand zur Verfügung. Wird das in Spa-Francorchamps anders sein? "Ich glaube ja", antwortet Whitmarsh. "Heikki ist leichter als Lewis, daher ist es für ihn einfacher als für Lewis, die optimale Gewichtsverteilung zu erreichen. Aber selbst wenn es für Heikki weniger bringt als für Lewis, sollte ein Team nicht mit zwei verschiedenen Spezifikationen fahren."

"Ich hoffe, dass es in Spa kalt sein wird! Red Bull wird sehr stark sein, aber ich kann keine Prognosen aufstellen", so der Brite, der sich nicht allzu viel erwartet: "Wir werden sicher stärker aussehen, als wir noch vor drei oder vier Rennen gewesen wären, aber genau kann ich es nicht sagen. Ich hoffe, dass wir in den nächsten Rennen zu den drei Teams gehören werden, die um Siege kämpfen können, denn das ist das, wofür wir hier sind."

Ferrari im Visier

Spa-Francorchamps besteht großteils aus schnellen und mittelschnellen Kurven, ist also ganz anders als der Hungaroring oder Valencia. Eine ähnlich starke Performance wie in den vergangenen beiden Rennen wäre daher eine Überraschung. Für die Weltmeisterschaft ist das nur bedingt relevant, denn eine erfolgreiche Titelverteidigung ist nur noch theoretisch möglich, aber Platz drei bei den Konstrukteuren wäre durchaus noch drin.

Vor allem hilft den Silberpfeilen, dass Ferrari derzeit nur eine One-Man-Show ist, solange Luca Badoer anstelle von Felipe Massa im zweiten Cockpit sitzt: "Je schwächer ihre Position, desto besser für uns! In den letzten zwei Rennen haben wir ihnen 13 Punkte abgenommen - fehlen noch fünf. Das ist nun unsere Mission", kündigt Whitmarsh einen heißen Kampf um den dritten Platz hinter Brawn und Red Bull an.

Was das gestrige Rennen angeht, so ist er davon überzeugt, dass Hamilton auch ohne Boxenpanne nicht schnell genug gewesen wäre, um Rubens Barrichello zu besiegen. Aber Whitmarsh gesteht eine andere Fehleinschätzung ein: "Vielleicht wäre es klüger gewesen, die harten Reifen im Mittelstint zu fahren, aber wir sind im Training leider nicht sehr viel zum Fahren gekommen und hatten daher nicht ausreichend Daten vorliegen."

Fotoquelle: xpb.cc

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