Die WM-Chancen von Sebastian Vettel schwinden auch wegen Renault dahin

Formel 1 2009

— 24.08.2009

Nur noch zwei Motoren für Vettels Titelkampf

Die Mission WM-Titel ist für Sebastian Vettel in Valencia nicht einfacher geworden - Renault entschuldigt sich für zwei Motorschäden

Für Sebastian Vettel war Valencia wahrlich ein Wochenende zum Vergessen: Erst erlitt der Red-Bull-Pilot am Samstagmorgen einen Motorschaden, dann im Rennen am Sonntag einen zweiten. In der Weltmeisterschaft hat er nun 25 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Jenson Button - und nur noch zwei Motoren für die sechs verbleibenden Rennen!

"Es kann nicht viel schlimmer kommen, als einen weiteren Motor zu verlieren und ohne Punkte nach Hause zu gehen", seufzt Red-Bull-Teamchef Christian Horner. "Es ist für Sebastian wirklich enttäuschend, denn er hatte im Verlauf des Wochenendes gleich zwei Motorschäden. Insgesamt war es sogar schon der vierte in dieser Saison. Das macht es in Bezug auf die Motoren für den Rest des Jahres ziemlich schwierig."

Denn das Reglement besagt, dass pro Fahrzeug und Saison aus Kostengründen maximal acht Motoren eingesetzt werden dürfen. Sechs hat Vettel bereits verbraucht. Theoretisch kann die Rechnung noch aufgehen, aber zwei Motoren für sechs Rennen - noch dazu mit den Motorenkillern Spa-Francorchamps und Monza - stellen eine gewaltige Herausforderung dar. Ein dritter Motor würde eine Rückversetzung um zehn Startpositionen bedeuten.

Keine guten Karten also im WM-Kampf. Horner lässt aber den Kopf nicht hängen: "Ich denke, dass die Meisterschaft noch lang ist - unsere Chancen sind weiter intakt." Renault sprach im Zusammenhang mit dem Kundenteam von einem "schwarzen Wochenende". Fabrice Lom: "Ich kann mich bei Red Bull Racing und besonders bei Sebastian für die Probleme nur entschuldigen und versichern, dass wir so hart wie möglich arbeiten werden, um sicherzustellen, dass dies nicht wieder passiert."

Die sich häufenden Renault-Pannen, die übrigens nur beim Kunden-, nicht aber beim Werksteam auftreten, könnten Red Bull dazu veranlassen, die Suche nach einem neuen Motorenlieferanten für 2010 voranzutreiben. Bereits vor Wochen hat Horner angedeutet, dass man gerne zu Mercedes wechseln würde. Deren in der Weltmeisterschaft führender Kunde Brawn hatte bisher noch keinen einzigen Motorschaden zu verzeichnen.

Horner gibt zu, dass Red Bull unter Umständen wechseln könnte, hält aber nichts von überhasteten Entscheidungen, die durch die momentane Wut im Bauch motiviert sind: "Man kann keine Entscheidungen basierend auf einem Wochenende fällen. Man muss sich die gesamte Saison anschauen und Renault hat uns bisher großartigen Service und Unterstützung zukommen lassen. Es war wirklich Pech, zwei Motorschäden an einem Wochenende zu haben."

Fotoquelle: xpb.cc

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