Timo Glock will in Spa-Francorchamps wieder in die Punkte fahren

Formel 1 2009

— 25.08.2009

Glock: "Will meine ersten Spa-Punkte holen"

Toyota-Pilot Timo Glock über die Probleme beim Grand Prix von Europa und die Aussichten für das anstehende Rennen in Spa-Francorchamps

Timo Glock ist als Kämpfer bekannt. Den Namen "Kampfdackel" hat sich der Wersauer schon früh verdient, er muss diesen Titel in der aktuellen Formel-1-Saison immer wieder verteidigen. Weil der Toyota TF109 im Qualifying meist nicht gut geht, ist in den Rennen jewels eine Aufholjagd angesagt. Oftmals bringt Glock den Wagen dennoch in die Punkte. In Valencia gelang dies zwar nicht, aber der 27-Jährige markierte in Spanien seine erste schnellste Rennrunde in der Formel 1.

Frage: "Timo, der Grand Prix in Valencia war der Auftakt nach einer vierwöchigen Pause. Bist du entspannt an diese Aufgabe herangegangen?"
Timo Glock: "Ich hatte eine tolle freie Zeit. Ich habe die Wochen mit engen Freunden und meiner Familie in der Nähe meiner Heimat verbracht und bin dann sehr frühzeitig nach Valencia gereist, um komplett ausgeruht zu sein. Als Formel-1-Fahrer hat man nicht viel Zeit für sich selbst, daher habe ich diese Zeit ohne viel Reiserei sehr genossen. Natürlich habe ich aber auch trainiert, vor allem bin ich Fahrrad gefahren, was ich sehr mag."

Valencia-Hoffnung nach einer Runde dahin

Frage: "Wie hart war es, bei solch heißen Bedingungen zu fahren?"
Glock: "Es war richtig heiß und das spürt man natürlich im Cockpit. Ich arbeite viel an meiner Fitness, also bereitet es mir keinerlei Probleme. Ungemütlich ist es aber trotzdem, vor allem auf Strecken wie Valencia, wo du dich wegen der ganzen Leitplanken stets voll konzentrieren musst. In diesem Jahr war es aber nicht so schlimm wie im vergangenen Jahr, wo ich krank war. Vor dem Rennen muss man sehr viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust während des Rennens zu kompensieren. Es war letztlich alles okay."

Frage: "Wie war dein Rennwochenende insgesamt?"
Glock: "Es war schwierig, denn wir waren nicht auf dem Level, den wir uns erhofft hatten. Das Auto fühlte sich am Freitag ganz okay an, auch wenn wir in den Zeitenlisten nicht weit oben waren. Wir waren dennoch recht zuversichtlich. Leider hatten wir schon am Samstangvormittag Probleme mit dem Speed. Das hat sich das ins Qualifying durchgezogen, daher haben wir uns viel schlechter qualifiziert als erwartet. Das machte die Jagd auf Punkte natürlich kompliziert, also war es letztlich enttäuschend."

Frage: "Was ist im Rennen passiert?"
Glock: "Meine Chancen auf Punkte waren schon in der ersten Runde dahin, weil ich nach einer Berühung von hinten einen Plattfuß hatte. In der ersten Kurve war es sehr eng. Ich musste irgendwann innen reinstechen und bekam dann einen Stoß von hinten. Dadurch ging der Reifen hinten rechts kaputt und ich musste zur Box. Es gab dann keine realistische Chance auf Punkte mehr, aber ich habe trotzdem weiter Druck gemacht, denn man weiß ja nie. Außerdem können die Ingenieure möglichst viele realistische Daten gut gebrauchen."

Schnellste Rennrunde gut, Punkte besser

Frage: "Wie kam es zu der schnellsten Rennrunde?"
Glock: "Ich habe die ganze Zeit Druck gemacht und hatte ein gutes Tempo. Nach meinem unplanmäßigen Boxenstopp konnte ich mit randvoll betanktem Auto Rundenzeiten von 1:41.7 Minuten fahren. Das war im Vergleich zu allen anderen erstklassig, weil die viel leichter waren. Ich habe weiterhin alles gegeben und konnte auch im letzten Stint mit den weichen Reifen einen guten Rhythmus fahren. Ich wurde immer schneller und nach dem Rennen sagte man mir, dass ich die schnellste Rennrunde markiert hätte. Das war für mich das erste Mal in der Formel 1. Das ist zwar eine tolle Sache, aber Punkte wären mir lieber gewesen."

Frage: "Wie denkst du über die jüngsten Qualifyingleistungen des Teams?"
Glock: "Wir wissen alle, dass wir uns in diesem Punkt verbessern müssen. Das Team arbeitet daran, dass wir auf eine Runde mehr aus dem Auto herausholen können. Unser Rennspeed ist im Vergleich zur Konkurrenz viel besser, als es im Qualifying den Anschein hat. Daher haben wir dann leider immer Probleme die erwarteten Ergebnisse zu erzielen. In Valencia habe ich wirklich alles gegeben, aber die Reifen haben schon in den letzten Kurven der Runde abgebaut. Wenn das Feld so eng beisammen liegt, dass kostet dich so etwas gleich einige Plätze in der Startaufstellung."

Frage: "Was erwartest du für den Grand Prix von Belgien?"
Glock: "Ich hoffe, dass wir stark sein können. Im vergangenen Jahr bin ich als Achter über die Linie gefahren. Ich wurde dann aber später bestraft, weil die Stewards meinten, dass ich bei Gelb überholt hätte. Das musste ich akzeptieren, obwohl ich mir keines Vergehens bewusst war. Am kommenden Wochenende werde ich darum kämpfen, diese Enttäuschung vergessen zu machen und meine ersten Formel-1-Punkte in Spa zu holen."

Fotoquelle: Toyota

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