Teamchef Franz Tost hält für 2010 an den derzeitigen Eckpfeilern fest

Formel 1 2009

— 27.08.2009

Toro Rosso setzt auf Kontinuität

Sébastien Buemi und Jaime Alguersuari sollen als Fahrer bleiben, Ferrari als Motorenlieferant: Bei Toro Rosso ist für 2010 alles klar

Als eines der ersten Teams hat Toro Rosso schon jetzt alle wichtigen Entscheidungen für die kommende Saison getroffen: Das B-Team des Energydrink-Herstellers Red Bull setzt auf Kontinuität und hält an den beiden Fahrern ebenso fest wie an Motorenlieferant Ferrari. Teamchef Franz Tost lässt daran im Vorfeld des Rennwochenendes in Spa-Francorchamps keine Zweifel.

"Es werden Buemi und Alguersuari sein - zumindest ist es jetzt so geplant", sagt der Österreicher gegenüber 'Motorsport-Total.com' und begründet die Entscheidung: "Deshalb haben wir diese beiden Fahrer dieses Jahr ins Team reingebracht, damit sie entsprechend aufgebaut werden und damit man ihnen die Chance gibt, sich an die Formel 1 zu gewöhnen. Nächstes Jahr sollen sie fester Bestandteil des Teams sein."

Während der "große Bruder" Red Bull Racing ernsthaft darüber nachdenkt, die Renault- gegen Mercedes-Motoren auszutauschen, ist bei Toro Rosso auch in dieser Frage alles klar: "Wir fahren mit Ferrari weiter", so Tost. Das neue Auto, das in Faenza gebaut wird, obliegt der Verantwortung von Ben Butler, früher Mitarbeiter von Red Bull Technology in Milton Keynes. Ab 2010 darf Toro Rosso bekanntlich kein Kundenchassis mehr von Red Bull Technology ankaufen.

Schon bisher wurde das Toro-Rosso-Auto auf Basis der Pläne aus Milton Keynes in Faenza gebaut, die Entwicklungsarbeit konnte man aber Red Bull Technology überlassen. Das geht künftig nicht mehr. Tost stellt klar: "Wir haben auch dieses Jahr von Red Bull Technology selbst nichts gekauft. Wir haben nur die Zeichnungen von denen bekommen. Nächstes Jahr werden wir auch keine Zeichnungen mehr bekommen."

Wegen des Kundenchassisverbots soll es für Toro Rosso eine Sondergenehmigung geben, dass das 2009er-Auto weiterhin verwendet werden darf: "Vom Reglement her kann man vom diesjährigen Auto einiges übernehmen, das ist kein Problem", so Tost. "Aber: Das nächstjährige Auto wird völlig anders sein. Durch den größeren Tank ändert sich der Radstand, ändert sich die Vorderradkinematik, die Hinterradaufhängung. Es wird im Grunde genommen ein völlig anderes Auto werden."

In den vergangenen Monaten ist es dem Rennstall gelungen, sich von einem rein operativen Team in einen echten Formel-1-Konstrukteur zu verwandeln: "Der Prozess ist mehr oder weniger abgeschlossen. Wir haben in Bicester den Windkanal in Betrieb gesetzt, die CFD-Anlage in Faenza eingeweiht - und der Mitarbeiterstamm ist in der Zwischenzeit nahe an der 200er-Grenze." Das sind "um 80 bis 90" mehr als noch vor einem Jahr.

Fotoquelle: xpb.cc

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