Jenson Button sieht sich selbst in einer komfortablen Situation

Formel 1 2009

— 27.08.2009

Button: Freitag als D-Day in den Ardennen

Titelfavorit Jenson Button wartet mit Spannung auf die ersten Trainingsrunden in Spa-Francorchamps: Hat Brawn die Reifenprobleme im Griff?

Die Form von Brawn lässt sich fast mit einem Fieberthermometer an den Reifen abmessen. In den vergangenen Wochen hatten die zu Saisonbeginn überlegenen Briten immer wieder Probleme, die Pneus auf optimale Betriebstemperatur zu bekommen. Neueste Anpassungen am BGP 001 sollten dieszüglich Linderung bringen. Doch aufgrund der heißen Werte in Valencia konnte man kaum einschätzen, ob sich diese Veränderungen tatsächlich bewährt haben.

Den Sieg von Rubens Barrichello am vergangenen Wochenende in Valencia kann man kaum als Referenz betrachten, denn bei Hitze war der Brawn schon immer gut. Erst in Spa-Francorchamps wird man erkennen können, ob Jenson Button möglicherweise wieder in alter Stärker auftrumpfen können wird. "Der Freitag wird für uns ein ganz wichtiger Tag", meint der sechsfache Saisonsieger. "Am Wochenende werden 19 bis 20 Grad erwartet. Das sollte okay sein."

"Die Strecke hat einige schnelle Kurven und heftige Bremszonen, was natürlich für die Reifentemperatur gut ist", merkt Button an, "auch der aggressive Asphalt sollte hilfreich sein. Wir sind der Ansicht, dass wir die Probleme mit den Reifen erkannt haben. Hoffentlich haben wir das Thema nun im Griff. Allerdings können wir das kaum sagen, bevor wir nicht morgen die ersten Runden gedreht haben. Ein wichtiger Tag wird das. Wenn wir Red Bull auf einer solchen Strecke Paroli bieten können, dann wird es schwierig für sie."

Die Hoffungen von Button sind am vergangenen Wochenende ohnehin gestiegen. Mark Webber und Sebastian Vettel legten eine Nullrunde hin, während der Brite immerhin zwei Punkte holen konnte. "Sie hatten tatsächlich kein gutes Wochenende - kein einziger Punkt. Solch eine Situation hatten wir in diesem Jahr noch nicht. Sie werden besseren Mutes hierher kommen, aber gleichzeitig können sie nicht auf ein Wochenende wie in Silverstone hoffen."

Endlich wieder auf Augenhöhe mit Red Bull?

In Großbritannien hatte der Schlamassel für Brawn begonnen, Red Bull hatte prompt einen dominaten Doppelsieg gelandet. Der Kampf um die Weltmeisterschaft war damit neu eröffnet. "Sie werden hier deutlich mehr Druck bekommen. Das wird kein Spaziergang für sie", mahnt Button in Richtung österreichischer Konkurrenz. Klar ist, dass die neue Stärke von McLaren-Mercedes und Ferrari eher Brawn in die Hände spielt.

Button selbst hatte angekündigt, dass er sich nicht nur auf das Verwalten seines Vorsprungs einlassen wolle. Mehr Aggressivität sei gefragt, so der WM-Leader: "Ich gehe nicht konservativ an die Sache heran. In drei der vergangenen vier Rennen war unser Auto einfach nicht mehr so konkurrenzfähig wie zu Saisonbeginn. Das vergangene Rennen war nicht gut für mich. Vor allem, weil ich mich nicht gut qualifizieren konnte."

"Wenn ich im Rennen im Zweikampf gegen Vettel innen geblieben wäre, dann hätte ich mir den Frontflügel abgefahren und ihn gleich mit herausgerissen", beschreibt Button, "aber von konservativer Herangehensweise kann nicht die Rede sein. Es ging einfach darum, nichts Blödsinniges zu machen. Das war der einzige Weg."

Man müsse möglicherweise an der Strategie Änderungen vornehmen, um in den frühen Phasen eines Rennens in Gesellschaft der direkten Konkurrenz zu sein. "Dann müssen sie direkt gegen mich kämpfen und dabei durchaus aggressiv zu Werke gehen", meint Button. Er selbst gehe voller Gelassenheit an die verbleibenden Rennen: "Es war zwar ein frustrierendes Wochenende, aber wenn einige Sachen etwas anders gelaufen wären, dann hätte es auch ein grandioses Wochenende werden können. Eigentlich war es das erste richtig schlechte Wochenende des Jahres."

"Ich bin aber nach wie vor von allen vier Kandidaten an der Spitze in der besten Ausgangsposition. Ich habe also nicht so einen großen Druck", erklärt der Brite mit Block auf Teamkollege Barrichello sowie Webber und Vettel. Immerhin beträgt das Polster von Button noch satte 18 Punkte auf den Brasilianer im eigenen Team und deutlich über 20 Zähler auf die beiden Red-Bull-Chauffeure.

Fotoquelle: xpb.cc

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