Lewis Hamilton war am Freitag in Spa der Schnellste

Formel 1 2009

— 28.08.2009

McLaren-Mercedes überrascht sich selbst

Dass die Silberpfeile auf der Rennstrecke in den Ardennen so gut funktionieren würden, hatte selbst das Team nicht erwartet

Noch mag der große Optimismus bei McLaren-Mercedes nicht ausbrechen, doch nach zwei starken Vorstellungen auf engen Strecken scheint der generalüberholte Silberpfeil nun auch auf schnellen Strecken konkurrenzfähig zu sein. Lewis Hamilton umrundete den Kurs von Spa-Francorchamps am Freitag in 1:47.210 Minuten und war damit der Schnellste. Teamkollege Heikki Kovalainen wurde mit 0,542 Sekunden Rückstand auf Position zwölf geführt.

"Ich bin heute glücklicher als erwartet", so Hamilton, der wegen einer gebrochenen Komponente im Cockpit etwas Zeit auf der Strecke verlor. "Wir haben nicht so viel Abtrieb wie einige der anderen Teams, wir sind aus diesem Grund nicht so schnell wie wir dies gern sein würden, besonders im mittleren Sektor. Glücklicherweise jedoch haben wir KERS und können dies im ersten und im dritten Sektor zu unserem Vorteil verwenden."

"Das Auto hat sich heute fantastisch angefühlt, aber wir hatten tatsächlich nur eine Einheit, um ein Setup zu finden. Wir müssen aus diesem Grund über Nacht ein paar Veränderungen vornehmen. Im Vergleich zur Türkei und Silverstone stellt dies dennoch eine massive Verbesserung dar. Wir sehen konkurrenzfähig aus, was wichtig ist. Wir sind also nicht unglücklich."

"Ich denke, dass langsame Kurven unserem Auto besser liegen als Hochgeschwindigkeitskurven", so Kovalainen. "Ich nehme also an, dass wir in den Hochgeschwindigkeitskurven im Vergleich zu den schnellsten Autos immer noch etwas Zeit verlieren. Aber wir haben definitiv auf diesem Gebiet gute Verbesserungen erzielt, und das Auto fühlte sich positiv zu fahren an und scheint hier ganz gut zu funktionieren."

"Wir sind wieder bei der Musik, was ermutigend ist. Und wir arbeiten für das Rennen an einer starken Strategie. Wir sollten in der Lage sein, morgen in der Qualifikation um eine gute Startposition zu kämpfen."

"Wie immer in Spa hatte das Wetter während unseren Vorbereitungen auf das Rennen eine prominente Rolle gespielt", so Teamchef Martin Whitmarsh. "Das lokale Microklima ist eine der Eigentümlichkeiten dieses Ortes, und der Grund, warum er so oft ein unerwartetes Ergebnis hervorbringt. Zum Beispiel sah der Regen am Morgen zunächst aus wie ein kurzer Schauer, aber schlussendlich sorgte er dafür, dass der Großteil des ersten Trainings für praktische Bewertungen nutzlos war."

"Im Training am Nachmittag ermöglichte es uns der blaue Himmel, weitere bedeutende Versuche durchzuführen, da wir jede Menge Setup-Bewertungen und Reifen-Analyse-Programme in eine einzige Einheit stopfen mussten."

"Der Mangel an Zeit auf der Strecke bedeutet, dass es noch Raum für weitere Verbesserungen gibt. Und wir haben über Nacht eine Menge Arbeit zu erledigen. Wir haben den ersten Tag ordentlich und ermutigt über die Geschwindigkeit unseres Gesamtpaketes beendet."

"Eine positive Überraschung - das geht bisher besser als gedacht", so Mercedes-Sportchef Norbert Haug. "Aber alles liegt eng beisammen, zwischen Platz eins und zehn ist keine halbe Sekunde Unterschied. Morgen sieht es vielleicht anders aus. Ich erwarte definitiv nicht, dass die vier Jungs, die um die Weltmeisterschaft kämpfen, auf den Positionen vier, zehn, 17 und 18 in der Startaufstellung stehen."

"Weder Lewis noch Heikki waren mit den Setups ihrer Autos komplett glücklich, es wird also vor dem morgigen Tag noch etwas Arbeit zu erledigen sein. Aber alles in allem hat Spa für uns besser als erwartet begonnen, und alle im Team haben ohne Unterlass gearbeitet, um sicherzustellen, dass wir in dieser Richtung weitermachen."

Fotoquelle: xpb.cc

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