Das Brawn-Team ist in Belgien viel stärker, als es heute den Anschein hatte

Formel 1 2009

— 28.08.2009

Brawn trotz P17 und P18 völlig unbesorgt

Jenson Button und Rubens Barrichello landeten im Freitagsklassement weit hinten, die Analyse zeigt aber, dass sie sich keine Sorgen machen müssen

Jenson Button 17., Rubens Barrichello 18. - man könnte nach dem Freitag fast meinen, dass sich das in der Weltmeisterschaft führende Brawn-Team bei kühlen Bedingungen und schnellen Kurven in Spa-Francorchamps auf einen Rückschlag einstellen muss. Doch wer genauer hinsieht, erkennt, dass heute alles nach Plan gelaufen ist.

"Das war ein guter Start ins Wochenende", zeigte sich Teamchef Ross Brawn zufrieden. "Trotz des schlechten Wetters am Morgen konnten wir den Großteil unseres Programms abspulen. Vor allem hatten wir keine Probleme mit den Reifentemperaturen, was sehr positiv ist - endlich lohnt sich unsere Arbeit in diesem Bereich! Wir müssen das Setup noch maximieren, aber dafür haben wir vor dem Qualifying ja noch eine Stunde Zeit."

Brawn weiß: Seinen Piloten fehlte weniger als eine Sekunde auf die Spitze - ein Zeitabstand, der sich schon durch 25 Kilogramm mehr Benzin an Bord erklären ließe. Und noch etwas stimmt zuversichtlich: Button (47,9 Sekunden) war im zweiten Sektor, der wegen seiner vielen mittelschnellen Kurven als Indikator für die Benzinmenge gilt, um eineinhalb Sekunden langsamer als Timo Glock im Toyota! Lewis Hamilton fuhr dort auf dem Weg zur Tagesbestzeit 47,2 Sekunden.

"Heute Morgen", bilanzierte der WM-Leader, der immer wieder mit guten Zwischenzeiten im ersten und dritten Sektor auffiel, "erlebten wir eine schwierige Session, denn abgesehen von ein paar Runs im Regen bekamen wir wegen des schlechten Wetters nichts gebacken. Aber das ist in Ordnung, denn man muss sich auch auf diese Bedingungen einstellen. In Spa kann es im Laufe eines Wochenendes immer wieder regnen."

"Die zweite Session war nützlicher", fuhr er fort. "Wir arbeiteten uns durch Aerodynamik- und Anpressdruckvergleiche und evaluierten die beiden Reifen. Wir sammelten viele Informationen, aber wir sind nicht ganz so schnell, wie wir gerne wären. Es gibt noch den einen oder anderen Bereich, den wir verbessern müssen, was die Balance angeht, aber das Potenzial ist vor dem Qualifying auf jeden Fall vorhanden."

Und Valencia-Sieger Barrichello fügte an: "Wir haben viel Arbeit erledigt - ein guter Auftakt! Es ist noch viel zu tun, um unser Potenzial voll zu entfalten, aber die Rundenzeiten erzählen am Freitag nicht die ganze Geschichte. Es war nützlich, heute Morgen im Regen fahren zu können, denn das Wetter spielt hier oft eine große Rolle. Das Auto fühlt sich nicht ganz so schnell an wie in Valencia, aber wir werden morgen viel besser aussehen als heute."

Fotoquelle: xpb.cc

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