Nick Heidfeld überraschte im dritten Freien Training mit der Bestzeit

Formel 1 2009

— 29.08.2009

Heidfeld Schnellster im Abschlusstraining

Nick Heidfeld (1.) und Adrian Sutil (3.) überraschten im dritten Freien Training in Spa-Francorchamps - Probleme bei allen vier WM-Anwärtern

Vielversprechend verlief aus deutscher Sicht das Abschlusstraining vor dem Qualifying zum Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps: Nick Heidfeld (BMW Sauber F1 Team/17 Runden) sicherte sich die Bestzeit, drei weitere Landsleute landeten in den Top 7. Doch was dieses Ergebnis bei trockenen und kühlen Bedingungen zu bedeuten hatte, wusste niemand so genau.

Denn wenn Rookie Romain Grosjean (Renault/+ 0,490/18 Runden) als Vierter trotz eines Ausritts in Fagnes seinem Teamkollegen Fernando Alonso (17./14 Runden) gut eine Sekunde abnehmen kann, dann deutet vieles darauf hin, dass von den Topleuten nicht alles ausgereizt wurde. Auch der erste Platz von Heidfeld ist eine Überraschung: Der 32-Jährige umrundete den 7,004 Kilometer langen Kurs in 1:45.388 Minuten und markierte damit die bisher schnellste Zeit des Wochenendes.

Sutil wieder überragend

Der heimliche Star der 60-minütigen Session, während der es mit zwölf bis 14 Grad etwas kühler war als gestern, war jedoch Adrian Sutil (20 Runden): Der Force-India-Mercedes-Pilot lag lange Zeit mit klarem Vorsprung in Führung und wurde am Ende nur um 0,289 Sekunden geschlagen - Platz drei! Besonders beeindruckend: Seine persönliche Bestmarke setzte er mit harten Reifen im Rahmen eines sieben Runden langen Stints.

Die nächstbesten Deutschen waren Timo Glock (5./Toyota/+ 0,520/18 Runden) und Nico Rosberg (7./Williams-Toyota/+ 0,652/19 Runden). Letzterer lag bis kurz vor Schluss stets im hinteren Viertel des Feldes und zählt für heute Nachmittag nicht zu den Favoriten. Bei Toyota wirkte indes die Strategie, sich mit weniger Benzin auf das Qualifying vorzubereiten als sonst - neben Glock landete auch Jarno Trulli (2./+ 0,074/18 Runden) im Spitzenfeld.

Robert Kubica (6./BMW Sauber F1 Team/+ 0,599/18 Runden) und Giancarlo Fisichella (8./Force-India-Mercedes/+ 0,726/21 Runden) bestätigten die guten Vorstellungen ihrer Stallgefährten und reihten sich unmittelbar vor dem Tagesschnellsten von gestern, Lewis Hamilton (9./McLaren-Mercedes/+ 0,913/17 Runden), ein. Hamilton hatte genau wie gestern im Mittelsektor große Schwierigkeiten, die Pace der Konkurrenz mitzugehen.

Brawn und Red Bull in Problemen

Die vier WM-Anwärter blieben heute Morgen blass: Gesamtleader Jenson Button (10./Brawn-Mercedes/+ 1,018/20 Runden) schien wieder die alten Probleme mit dem Aufwärmen der Reifen zu haben, fuhr Schlangenlinien und rutschte in der La-Source-Haarnadel mehrere Male ohne Grip nach außen. Seinem Teamkollegen Rubens Barrichello (16./+ 1,427/19 Runden) erging es nicht besser. Die erhoffte Steigerung ist damit ausgeblieben.

Aber Ross Brawn kann sich damit trösten, dass es für Red-Bull-Renault nicht besser lief: Mark Webber (20.) konnte wegen eines technischen Problems nur drei nicht gezeitete Runden drehen, während Sebastian Vettel (+ 1,359/14 Runden) lediglich 14. wurde. Auffällig war, dass am RB5 heute wieder die schmale Nase auftauchte, die man zuletzt vor Silverstone im Einsatz gesehen hatte - möglicherweise zu Vergleichszwecken.

Badoer mit Aufwärtstendenz

Ein wenig verbessert präsentierte sich Luca Badoer (18./Ferrari/+ 1,667/20 Runden), der von seinem Renningenieur Rob Smedley am Funk angestachelt wurde und tatsächlich die "rote Laterne" abgab. Badoer fiel zwar wieder durch einige kleine Patzer auf - so verpasste er zum Beispiel gleich zu Beginn die Boxeneinfahrt -, doch unterm Strich fehlten ihm nur noch knapp sieben Zehntelsekunden auf seinen Stallkollegen Kimi Räikkönen (11./19 Runden).

"Das Problem ist die Traktion vor allem in der ersten Kurve und die Bremsstabilität in den langsamen Kurven", klagte Badoer über Funk. Zwischenzeitlich war er sogar fast auf Augenhöhe mit dem "Iceman", am Ende wuchs der Abstand aber wieder. Apropos "Iceman": Räikkönens Cockpitkamera zeigte Bilder von einem Fremdobjekt, das zunächst nicht zu identifizieren war. Wie sich später herausstellte, war der Ferrari mit einem Kleintier kollidiert...

Prognosen für das Qualifying aufzustellen, erscheint nach 240 Minuten Freiem Training auf der beliebtesten Formel-1-Strecke der Welt fast unmöglich. Vieles deutet darauf hin, dass noch nicht alle ihre Karten aufgedeckt haben. Außerdem ist unklar, welche der beiden Reifenmischungen schneller ist. Spannend sollte es aber auf jeden Fall werden, denn die Zeitabstände waren auch in der letzten Trainingssession sehr eng.

Fotoquelle: BMW

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