Kimi Räikkönen weiß noch nicht, für welches Team er 2010 fahren wird

Formel 1 2009

— 31.08.2009

Räikkönen: Rückkehr zu McLaren-Mercedes?

In Spa-Francorchamps kursierten Gerüchte, wonach Kimi Räikkönen nächstes Jahr zu den Silberpfeilen zurückkehren könnte

Dem Vernehmen nach hat Ferrari für 2010 ein Luxusproblem: Felipe Massa und Kimi Räikkönen sind vertraglich ans Team gebunden, auch Fernando Alonso soll längst unterschrieben haben - und Michael Schumacher würde Präsident Luca di Montezemolo am liebsten ein drittes Auto geben! Macht vier potenzielle Fahrer, von denen am Ende wahrscheinlich nur zwei fahren können.

Daher wurden am vergangenen Wochenende die Gerüchte lauter, wonach sich Räikkönen einen neuen Arbeitgeber suchen könnte. Für den "Iceman" würde das nicht schlecht funktionieren: Ferrari müsste ihm entweder eine millionenschwere Abfindung oder weiterhin das volle Gehalt überweisen, zusätzlich könnte er sich woanders etwas dazuverdienen. Ross Brawn soll schon angeklopft haben - die "Silly Season" lässt grüßen.

Noch keine Entscheidung gefallen

Spekuliert wurde aber auch über eine Rückkehr zu McLaren-Mercedes. Teamchef Martin Whitmarsh antwortet auf Fragen nach Räikkönen eher zurückhaltend: "Wir haben uns in der Fahrerfrage noch nicht entschieden und wir haben noch nichts bekannt gegeben. Das kann ich bestätigen." Trotz der zuletzt schwankenden Formkurve gelten die Silberpfeile neben Ferrari langfristig als beste Adresse in der Formel 1. Das weiß Räikkönen.

Der Finne kam 2002 dank einer millionenschweren Ablösesumme von Ron Dennis an Peter Sauber zu McLaren-Mercedes und feierte 2003 seinen ersten von insgesamt neun Grand-Prix-Siegen in Silber. 2003 und 2005 wurde er Vizeweltmeister, für den ganz großen Wurf reichte es aber nicht. Daher entschied sich Räikkönen nach einer eher frustrierenden Saison 2006 für einen Wechsel zu Ferrari, wo er im Jahr darauf prompt Weltmeister wurde.

Übrigens hört man, dass die Präferenzen von McLaren und Mercedes bei der Suche nach einem zweiten Fahrer durchaus unterschiedlich sind. Whitmarsh könnte sich angeblich vorstellen, trotz der bescheidenen Leistungen an Heikki Kovalainen festzuhalten ("Heikki hat sich gesteigert"), während Mercedes-Sportchef Norbert Haug eher zu einem jungen Deutschen tendieren soll. Nico Rosberg gilt bekanntlich als absoluter Topfavorit auf den Vertrag.

Hamiltons plädieren für Kovalainen

Doch Haug weist von sich, dass es ihm nur darum geht, nach all den Jahren endlich einen Deutschen im Silberpfeil zu haben: "Ein Deutscher wäre schön, aber wir machen wegen der Nationalität keinen Druck. Das Wichtigste ist, dass wir den besten Fahrer bekommen, der verfügbar ist." Ob das Lewis Hamilton auch so sieht? Wie man hört, soll sich sein Managervater Anthony dafür einsetzen, dass Kovalainen als bequeme Nummer zwei an Bord bleibt.

Aber auf diesen Machtkampf will man sich in Woking nicht einlassen: "Ein Fahrer kann sich den Teamkollegen nicht aussuchen. Das geht nicht", stellt Whitmarsh unmissverständlich klar. "Es ist eine Teamentscheidung, die Norbert und ich gemeinsam treffen werden. Lewis versteht sich mit Heikki sehr gut, die beiden arbeiten gut zusammen. Aber er wird jede Entscheidung, die wir treffen, akzeptieren."

Fotoquelle: xpb.cc

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