Verschwommen: Noch zeichnet sich nicht ab, wie die Zukunft von Spa aussehen wird

Formel 1 2009

— 31.08.2009

Zukunftsüberlegungen in Spa

Formel 1 in jährlichem Rhythmus oder Rotation mit dem Nürburgring? In Spa-Francorchamps macht man sich Gedanken um die Zukunft des Rennens

In dieser Saison sorgte der Große Preis von Belgien in Spa-Francorchamps wieder für aufregende und zugleich überraschende Momente - und wurde seinem Ruf als Traditionsrennen einmal mehr vollkommen gerecht. Fraglich ist allerdings, wie lange der Ardennenkurs noch im Kalender der Formel 1 verbleibt, denn die Veranstalter schreiben schon seit geraumer Zeit keine schwarzen Zahlen mehr.

Die finanziellen Schwierigkeiten der knapp sieben Kilometer langen Rennstrecke könnten zu ähnlichen Überlegungen führen, wie sie vor nicht allzu langer Zeit auch schon von den beiden deutschen Formel-1-Kursen angestellt wurden - der Hockenheimring und der Nürburgring wechseln sich seit 2007 bei der Austragung des Grand Prix ab. Diesem Modell könnte Spa nacheifern.

Kooperation mit dem Nürburgring?

In den kommenden Wochen und Monaten wollen sich die Verantwortlichen der belgischen Rennbahn eine Strategie für die Zukunft überlegen und sich mit Formel-1-Chef Bernie Ecclestone auf eine Lösung verständigen. "Die Diskussion mit Herrn Ecclestone basiert auf der Tatsache, dass wir zu große Defizite einfahren", so Politiker und Rennpromoter Étienne Davignon an diesem Wochenende.

"Wir müssen zusehen, wie wir uns mit dieser Situation arrangieren können. Das könnte gelingen, indem wir uns mit einem anderen Rennen abwechseln und gemeinsam an der Vermarktung arbeiten", meint Davignon und stellte einen möglichen Kooperationspartner in den Raum: "Das könnte zum Beispiel der Nürburgring sein", so der Politiker. "Ich weiß aber nicht, ob sie Interesse daran haben."

Grundsätzlich geht es den Rennorganisatoren in Belgien darum, die durch den Grand Prix entstehenden Verluste zu minimieren und die Erlöse der Veranstaltung zu maximieren, wie Davignon erläutert. "Herr Ecclestone steht dieser Sache aufgeschlossen gegenüber", sagt der Belgier und fügt an: "Bis 2012 haben wir einen Vertrag und das Rennen 2010 befindet sich in der Vorbereitung."

Die GP2 als Hauptevent in Spa?

"Die Diskussion dreht sich darum, was wir nach 2010 und über 2012 hinaus tun werden. Das Beste wäre natürlich, wenn wir in jedem Jahr das Formel-1-Rennen austragen könnten. Das funktioniert aber nicht, weil es schlichtweg zu teuer ist. Weil es sich so verhält, müssen wir schauen, ob es eine intelligente Alternative gibt und wie eine solche aussehen könnte", hält Davignon fest.

Im Raum steht dabei offenbar, die GP2-Rennserie als Hauptevent an Bord zu holen und die Talentschmiede damit entscheidend aufzuwerten: "Wir könnten ein echtes GP2-Rennen haben und diese Serie nicht nur im Rahmenprogramm der Formel 1 auftreten lassen. Die Frage ist nur: Ist das überhaupt möglich und wäre es interessant? Jedenfalls gibt es solche Überlegungen", so Davignon.

Noch haben die Veranstalter aber keine Zukunftsentscheidungen getroffen und befinden sich im Augenblick in der Anfangsphase ihrer Planungen. "Wir reden hier von einer Hypothese und können dementsprechend noch keine Ergebnisse präsentieren", sagt Davignon und fügt abschließend an: "Wir müssen uns die fundamentale Frage stellen: Hören wir auf oder machen wir weiter?"

Fotoquelle: Red Bull

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