Nico Hülkenberg hofft, bald nicht nur bei Tests im Williams zu sitzen

Formel 1 2009

— 31.08.2009

Hülkenberg bei Williams nicht gesetzt

Der angehende GP2-Champion Nico Hülkenberg hat gute Karten auf ein Williams-Cockpit, in der Tasche hat er es aber noch lange nicht

Der Gewinn des GP2-Titels ist nur noch eine Frage der Zeit, der Wechsel zu Ferrari als Nachfolger von Luca Badoer ein weit entfernter Traum - aber die Realität heißt für Nico Hülkenberg Williams. Der junge Deutsche ist beim Traditionsrennstall aus Grove derzeit der einzige Fahrer, der schon einen Vertrag für 2010 in der Tasche hat.

Ob er auch Rennen fahren wird, steht hingegen noch nicht fest: "Wir haben einen Vertrag mit Hülkenberg und müssen in den nächsten Wochen entscheiden, wie dieser Vertrag fortgeführt werden soll", erklärt Technikchef Sam Michael. Williams wartet derzeit darauf, ob Wunschkandidat Nico Rosberg tatsächlich zu McLaren-Mercedes wechselt. Sollte es zu diesem Transfer kommen, würden Hülkenbergs Chancen auf eine Beförderung steigen.

Patrick Head war vom jungen Deutschen anfangs nicht nur begeistert, mit seinen jüngsten GP2-Klassedemonstrationen hat Hülkenberg aber Sympathien gesammelt. Michael äußert sich jedenfalls positiv über ihn: "Er ist offensichtlich sehr schnell. Er wäre ein Rookie in der Formel 1, aber er macht einen sehr starken Eindruck - nicht nur in der GP2, sondern wir verfolgen seine Karriere schon länger. Er steht auf unserer Liste. Das könnte ich aber von vielen anderen Fahrern auch sagen."

Williams sieht sich auf dem Transfermarkt trotz der akuten Gefahr, Rosberg zu verlieren, nicht unter Zugzwang. Durch den Ausstieg von BMW sind mit Nick Heidfeld und Robert Kubica zwei etablierte Fahrer auf Jobsuche. Außerdem könnte der mögliche Wechsel von Fernando Alonso eine Kettenreaktion nach sich ziehen. Michael: "Ich denke, dass wir in einer guten Position sind, was die Möglichkeiten für 2010 angeht. Das schließt unsere beiden derzeitigen Fahrer ein."

Dass Kazuki Nakajima im Team bleiben wird, erscheint jedoch mehr als unwahrscheinlich. Der Japaner kam vor allem dank Toyota zu seinem Job, vom japanischen Motorenhersteller wird sich Williams aber trennen. Dass er noch keinen einzigen Punkt auf seinem Konto hat, während Rosberg mit 30,5 Zählern WM-Sechster ist, spricht auch Bände. Nakajima ist zwar phasenweise sehr schnell, aber nicht konstant genug.

"Natürlich ist es nicht ideal, wenn nur ein Fahrer Punkte holt", so Michael. "Hätten wir einen zweiten Fahrer wie Nico, dann wären wir WM-Dritter. Ich kann nicht abstreiten, dass das keine ideale Situation ist, aber es ist der falsche Weg, den Fahrer dafür niederzumachen. Stattdessen sollten wir ihn lieber aufbauen und motivieren. Außerdem hätte Kazuki schon den ein oder anderen Punkt holen können, zum Beispiel in Istanbul. Dort haben wir aber den Boxenstopp verpatzt."

Fotoquelle: xpb.cc

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