Mark Webber glaubt, dass das WM-Rennen noch lange nicht entschieden ist

Formel 1 2009

— 02.09.2009

Webber schreibt den WM-Titel noch nicht ab

Mark Webber rechnet mit einem WM-Kampf bis zum letzten Rennen und ist mit seinen fahrerischen Leistungen weiterhin sehr zufrieden

Mit seinem Sieg am Nürburgring und vier Podestplätzen en suite schien Mark Webber zuletzt das Momentum auf seiner Seite zu haben, doch in Valencia und Spa-Francorchamps folgte die Ernüchterung: Der Red-Bull-Pilot ging zweimal leer aus und ist nun mit 20,5 Punkten Rückstand auf Jenson Button wieder WM-Vierter.

Eine Große Chance, Boden gutzumachen, verpasste er am vergangenen Sonntag: Nach dem schlechten Start von Rubens Barrichello und Buttons frühem Ausfall lag Webber deutlich vor Sebastian Vettel an fünfter Stelle. Dann ließ ihn seine Crew beim Boxenstopp jedoch zu früh losfahren, er schnitt Nick Heidfeld und wurde dafür mit einer Durchfahrstrafe belegt, von der er sich nicht mehr wiederholte. Am Ende landete er auf Rang neun.

"Von Spa hätten wir uns mehr Punkte als einen dritten Platz erwartet", schreibt Webber in seiner 'BBC'-Kolumne über das schwache Abschneiden in den Ardennen. "Über meine Leistung bin ich nicht enttäuscht. Ich hatte eine sensationelle erste Runde in einem tollen Auto und hatte eine Position, von der aus Punkte möglich gewesen wären. Aber die Durchfahrstrafe, die alles in allem gerechtfertigt war, hat es mir von dem Punkt an unmöglich gemacht, alles wieder aufzuholen."

Button hat aus den vergangenen fünf Rennen gerade mal elf Punkte mitgenommen - genauso viele wie Felipe Massa, der in Budapest, in Valencia und in Spa-Francorchamps gar nicht am Start war. Trotzdem tun sich seine drei schärfsten Gegner schwer, den Rückstand zu verkürzen: "Es ist so, als hätten wir ein leeres Tor vor uns, aber niemand will den Ball versenken", so Webber, der anfügt: "Aber es ist noch nicht vorbei!"

"Es sind noch sehr viele Punkte zu vergeben und wir haben in letzter Zeit gesehen, wie verrückt es zugehen kann. Eine Woche ist Rubens am Drücker, dann ich, dann Sebastian. Wir sind dran", gibt der 33-Jährige zu Protokoll. "Derjenige, der am meisten Probleme hat, ist Jenson. Wenn einer von uns einen Rhythmus findet und er nicht, dann ist noch alles offen. Wenn er einen Rhythmus findet, dann ist es vorbei. Dafür muss man kein Wissenschaftler sein."

"Ich glaube wirklich, dass die Weltmeisterschaft erst im letzten Rennen entschieden wird. Jenson braucht nach Brasilien elf Punkte Vorsprung, um auf der sicheren Seite zu sein. Das erscheint mir im Moment nicht wahrscheinlich", analysiert Webber. "Ich selbst stehe nicht unter Druck - und das zeigt sich durch meine Leistungen. Mit den minimalen Fehlern, die mir bisher unterlaufen sind, bin ich durchaus zufrieden."

Vorentscheidend werden seiner Meinung nach die nächsten beiden Rennen in Monza und Singapur. Webber rechnet sich jedenfalls noch gute Chancen aus: "Wir wissen, dass wir ein gutes Auto haben, denn mit Ausnahme von Valencia waren wir bisher auf jeder Strecke vorne mit dabei. Ich sehe keinen Grund, weshalb das nicht so weitergehen sollte. Der Kampf um die Weltmeisterschaft ist noch offen", macht sich der Routinier Mut.

Fotoquelle: xpb.cc

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