Noch ist nicht abzusehen, wann Felipe Massa wieder im Ferrari F60 sitzen wird

Formel 1 2009

— 08.09.2009

Massa will unbedingt zurück

Knapp sechs Wochen nach seinem folgenschweren Unfall unterzog sich Felipe Massa einer letzten Operation und möchte schon bald wieder trainieren

Der Große Preis von Ungarn war bislang das letzte Rennwochenende, an dem Felipe Massa für Ferrari teilgenommen hat - doch dabei soll es nicht bleiben: Der brasilianische Rennfahrer will unbedingt wieder zurückkehren und auch in Zukunft in der Formel 1 unterwegs sein. Außerdem möchte sich der 28-Jährige künftig verstärkt für die Sicherheit im Formelsport einsetzen.

"Wir müssen uns um Verbesserungen bemühen", sagt Massa im Gespräch mit dem 'Guardian'. "Ich sage nicht, dass wir die Cockpits komplett abdecken sollten. Vielleicht können wir aber andere Maßnahmen ergreifen um zu verhindern, dass ein Rad deinen Kopf treffen kann", so der Brasilianer, dem das offene Cockpit seines Formel-1-Fahrzeugs beinahe zum Verhängnis geworden wäre.

"Wenn ich wieder zurück bin, dann möchte ich dieses Thema mit Charly Whiting, der FIA und den Fahrern diskutieren. Wir müssen in dieser Sache alle zusammenarbeiten", meint Massa - nicht zuletzt auch wegen des tragischen Unfalls von Henry Surtees während eines Formel-2-Rennens. "Sein Tod hat mich sehr mitgenommen", gesteht Massa. "Und eine Woche später passiert mir das ebenfalls."

Auch wenn dem Ferrari-Piloten die Gefahren des Rennsports derart drastisch vor Augen geführt wurden, so ist er dem Motorsport dennoch weiterhin überaus verbunden: "Natürlich, denn es ist mein Leben", so Massa, der seit Ende Juli zur Untätigkeit verdammt ist. "Das Schlimmste war für mich, dass ich nicht mehr Rennen fahren konnte. Für einen Rennfahrer ist das einfach schrecklich."

"Meine Frau hat mich mindestens zehnmal gefragt, ob ich mir sicher bin, keine Zweifel oder Sorgen deswegen habe. Ich verneinte stets, weil es genau das ist, was ich tun will. Wenn ich nicht fahre, dann bin ich nicht derselbe Mensch. Das ist schon mein Leben, seit ich ein kleiner Junge war", erläutert der brasilianische Rennfahrer. "Ich hoffe sehr, dass sich in mir nichts verändert, wenn ich wieder ins Auto steige."

Doch davon ist Massa im Augenblick freilich noch etwas entfernt. "Eigentlich bin ich schon okay", meint der 28-Jährige. Einzig diese eine Operation habe er noch über sich ergehen lassen müssen. "Ansonsten fühle ich mich genau gleich wie davor", so Massa. "Ich werde nach Europa fahren und dort im Simulator sowie in Karts trainieren. Dann werde ich wissen, ob ich wieder bei einhundert Prozent bin."

Fotoquelle: xpb.cc

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