Stefano Domenicali hält Ferrari und Michael Schumacher für unzertrennlich

Formel 1 2009

— 09.09.2009

"Schumacher und Ferrari untrennbar verbunden"

Stefano Domenicali schließt ein Comeback von Michael Schumacher im Cockpit nicht aus - Vertrag mit dem Rekordweltmeister soll verlängert werden

Der Vertrag zwischen Michael Schumacher und Ferrari läuft nach dieser Saison aus. Doch die Scuderia will ihren Rekordweltmeister in ihren Reihen halten. "Wir wollen eine Lösung finden, denn Schumacher und Ferrari sind untrennbar verbunden", sagte Teamchef Stefano Domenicali in einem Interview mit der 'Gazzetta dello Sport'. So soll der Beratervertrag mit Schumacher verlängert werden.

Doch Domenicali schließt nicht aus, dass der siebenmalige Weltmeister auch wieder ins Renncockpit steigt. Wenn Ferrari seine Vorstellungen durchsetzen und im nächsten Jahr mit drei Autos antreten kann, dann könne Schumacher eines dieser drei Autos fahren, so Domenicali: "So wie Michael auf unsere Anfrage (Felipe Massa zu vertreten; Anm. d. Red.) reagiert hat, glaube ich, dass er immer noch mit einer Rückkehr ins Cockpit liebäugelt. Wenn das nicht der Fall wäre, hätte er den Helm schon endgültig an den Nagel gehängt. Man darf also niemals nie sagen."

Der Einsatz eines dritten Autos sei eine gute Lösung, die für die Formel 1 nur gut sei, erklärte Domenicali. In der Königsklasse regt sich dagegen jedoch Widerstand. Frank Williams hält es für "ungesund für die Formel 1", wenn die Topteams mit drei Autos antreten und damit den Großteil des Starterfeldes stellen.

Und Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug sagte der 'Sportbild', die Idee sei nicht durchdacht. Vielleicht wolle Ferrari deshalb drei Autos einsetzen, weil man zu viele Fahrer hat, die man unterbringen muss. Verträge bestehen mit Kimi Räikkönen, Felipe Massa, Luca Badoer, Marc Gene und Giancarlo Fisichella, dazu kommen die Gerüchte um eine Verpflichtung von Fernando Alonso. Und dann ist da auch noch Schumacher. "Sieben Fahrer - dann wäre die DTM exakt das Richtige für Ferrari", so Haug.

Die Zahl der Ferrari-Formel-1-Piloten könnte jedoch wieder kleiner werden. So könnte Fisichella 2010 auch wieder den Arbeitgeber wechseln. "Es gibt keine Vereinbarungen, die ihn daran hindern, für andere Teams zu fahren", erklärte Domenicali.

Und für Badoer und Gene sucht man innerhalb des Konzerns nach einem neuen Aufgabengebiet: "Die Entwicklungsarbeit in der Formel 1 leisten immer mehr die Piloten. Für die Arbeit mit den Autos für die Straße brauchen wir jedoch Testpiloten. Wir werden für Badoer und Gene eine Lösung finden", so der Teamchef.

Zuversichtlich ist Domenicali, was den Genesungsprozess von Felipe Massa angeht: "Sobald die Ärzet grünes Licht geben, wird Felipe wieder fahren. Und die Ärzte sagen, dass seine Genesung ungewöhnlich schnell voranschreitet. Ich bin sicher, dass er bei seiner Rückkehr stärker sein wird als zuvor."

Fotoquelle: xpb.cc

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