Robert Kubica: Ein Wechsel zu Ferrari kam für den polnischen Piloten nicht in Frage

Formel 1 2009

— 10.09.2009

Kubica: "Italien hat mir als Fahrer sehr viel gegeben"

BMW Sauber F1 Team Fahrer Robert Kubica im Interview über den Großen Preis in Monza, Spekulationen um Ferrari und die Renault-Affäre

Unmittelbar nach dem Rennen in Spa-Francorchamps begannen die Spekulationen, wer Luca Badoer bei Ferrari ablösen würde. BMW Sauber F1 Team Pilot Robert Kubica wurden große Chancen auf das Cockpit neben Kimi Räikkönen eingeräumt, doch soweit sollte es nicht kommen. Im Interview erläutert Kubica, dass Ferrari durchaus Interesse an seiner Person hatte und das er viel mit Italien verbindet.

Frage: "Robert, wie wird sich dein Auto auf dieser Strecke verhalten? Habt ihr neue Flügelelemente dabei?"
Robert Kubica: "Ja. Aufgrund der Konfiguration des Wagens für wenig Abtrieb haben wir sowohl einen neuen Front- als auch einen neuen Heckflügel dabei. Monza ist die einzige Strecke für geringen Abtrieb. In Spa haben wir ebenfalls schon auf wenig Abtrieb gesetzt und unser Auto hat dort viel besser funktioniert als bei der üblichen Einstellung."

"Ich freue mich also darauf. Monza war schon immer eine sehr gute Strecke für uns. Selbst 2006, als wir noch darum kämpfen mussten, überhaupt in die Punkteränge vorzustoßen, fuhr ich aufs Podium. Hoffentlich verhält sich der Wagen an diesem Wochenende ähnlich positiv."

Frage: "Ist der Große Preis von Italien für dich eine Art Heimrennen? Schließlich hast du viele Jahre lang in Italien gelebt..."
Kubica: "Ja und nein. Als Rennfahrer bin ich in Italien aufgewachsen. Ich habe dort viele Jahre lang Rennen bestritten. Zunächst war ich im Kart unterwegs, dann gemeinsam mit italienischen Teams im Formelsport - in der Formel Renault und in der Formel 3. Italien hat mir als Fahrer sehr viel gegeben. Dennoch bin ich ein Pole. Ungarn ist das Rennen, das am nächsten an meiner Heimat liegt. Daher würde ich eher Ungarn als mein Heimrennen bezeichnen."

Frage: "In den vergangenen Tagen gab es einige Spekulationen, wonach du dich in der Position von Fisico (Giancarlo Fisichella; Anm. d. Red.) befinden könntest? Was hältst du davon und hätte es soweit kommen können?"
Kubica: "Ich habe einen weißen Overall an, also gibt es keine Spekulationen mehr. Es gab Kontakt und Ferrari hatte Interesse an mir. Es ist aber ohnehin nicht gerade einfach, während der Saison die Teams zu wechseln. Ich denke, wir haben beim BMW Sauber F1 Team ein konkurrenzfähiges Auto zur Verfügung. Ich bin zufrieden, wo ich bin."

Frage: "Es stehen noch fünf Rennen aus. Wer wird die Saison deiner Meinung nach als Weltmeister beenden?"
Kubica: "Das ist schwer zu sagen. Vieles wird von der Leistung der Autos abhängen. Wir werden sehen."

Frage: "BMW zieht sich zum Jahresende sich zurück. Wie ist es um deine Zukunft bestellt? Was kannst du machen?"
Kubica: "Weil BMW aussteigt, bringt mich das in eine komplett andere Situation, als in den vergangenen drei oder vier Jahren. In dieser Zeit war ich immer bei BMW. Ich muss für meine Zukunft einen neuen Platz suchen. Ich hoffe darauf, im kommenden Jahr ein konkurrenzfähiges Auto zur Verfügung zu haben. Dann werden wir sehen."

Frage: "Was kannst du unternehmen? Spricht dein Management die ganze Zeit über mit anderen Teams?"
Kubica: "Keine Ahnung, ob sie ununterbrochen dran sind. Wir versuchen diesbezüglich aber unser Möglichstes."

Frage: "Du hast sicher schon von der Renault-Affäre gehört. Was denkst du darüber? Bist du überrascht, dass so etwas in der Formel 1 vorkommen könnte oder kann dich in der Formel 1 rein gar nichts mehr überraschen?"
Kubica: "Ich würde gerne auf einen Kommentar verzichten."

Fotoquelle: xpb.cc

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