Sebastian Vettel erlebte heute einen der dunkleren Tage dieser Saison

Formel 1 2009

— 13.09.2009

Vettel enttäuscht: "Kein guter Tag"

Für Sebastian Vettel ist der WM-Zug in Monza so gut wie abgefahren: "Einmal nicht zur Stelle und man wird bestraft - es geht ruck-zuck!"

Aus 19 Punkten Rückstand vor diesem Rennen wollte Sebastian Vettel in Monza eigentlich weniger machen, stattdessen tritt er die Heimreise in die Schweiz mit 26 Punkten Rückstand im Gepäck an. Denn während Jenson Button beim Grand Prix von Italien starker Zweiter wurde, musste der Red-Bull-Pilot mit einem geschenkten Zähler für Platz acht Vorlieb nehmen.

"Es war ein bisschen frustrierend", klagte Vettel sein Leid. "Zum Ende haben wir noch einen Punkt abgestaubt, aber das Rennen haben wir in den ersten fünf Runden verloren." Denn in der Anfangsphase verlor der Deutsche gleich mehrere Positionen im direkten Zweikampf, weil er zu wenig Grip hatte. Auch gegen Ende des Rennens war er mit dem Handling nicht zufrieden, was sich in einem Ausritt in den Lesmo-Kurven äußerte.

"Ich hatte unheimlich Probleme, mit dem Auto klarzukommen und die Reifen auf Temperatur zu bekommen", analysierte Vettel bei 'RTL'. "Es war unheimlich glatt, unheimlich rutschig. Wäre ich zu dem Zeitpunkt in der Gruppe um Alonso geblieben, dann hätte es zum Schluss ein bisschen besser ausgesehen, aber trotzdem war der Speed das ganze Wochenende nicht hervorragend. Das war mit Sicherheit nicht unser stärkstes Wochenende."

"Es ist unheimlich schwer, das Auto um die Strecke zu bringen - jede einzelne Runde. Ich hatte im Rennen mehr zu kämpfen als im Freien Training - es war deutlich schlechter. Wie soll man das erklären? Man ist mehr am Arbeiten, man hat mehr zu tun. Das Auto bricht ständig aus, vorne hinten, es ist unvorhersehbar. Dann hat man hier und da eine Ecke drin - und das kostet Zeit. Auf das ganze Rennen gesehen verliert man dann einen Haufen Zeit", schildert der Achte von heute.

Da stellt sich natürlich die Frage, warum er auf der härteren Gummimischung ins Rennen gegangen ist. Vettel: "Im Nachhinein betrachtet wäre es vielleicht mit den weichen ein bisschen besser gewesen, aber die ersten fünf Runden waren unheimlich schwierig. Ob das nur an den harten Reifen lag, müssen wir uns anschauen, aber irgendetwas funktioniert da nicht. Ähnlich in Spa, da hat es Anfang des Rennens einfach nicht hingehauen."

Was die WM-Situation angeht, so gibt das Red-Bull-Lager weiterhin Durchhalteparolen von sich, aber die Atmosphäre in der Energy-Station war nach dem Rennen so, als hätte man den Teammitgliedern am Vorabend jede Menge Wodka ins Red Bull geschüttet - Katerstimmung. Für Mark Webber war der Arbeitstag ja gleich in der ersten Runde vorbei, aber auch wenn Vettel bis zum Ende durchhielt, büßte er entscheidende Punkte ein.

"Einmal nicht zur Stelle und man wird bestraft. Es geht ruck-zuck", murmelte der WM-Dritte frustriert vor sich hin - im Wissen, dass ihm nun nur noch ein Wunder helfen kann. Darauf hofft er nun: "Dieses Jahr geht es in der Meisterschaft sowieso ein bisschen drunter und drüber. Für uns ist das ein Tritt in den Hintern, gerade was die Punkte angeht - auch in der Teamwertung. Wir haben noch ein paar Rennen Zeit, aber mit Sicherheit war das heute kein guter Tag."

Fotoquelle: xpb.cc

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