Lewis Hamilton hatte den dritten Rang zum Greifen nahe - bis zum Abflug

Formel 1 2009

— 13.09.2009

"Künstlerpech" kostet McLaren-Mercedes Podiumsplatz

Ein etwas zu angriffslustiger Lewis Hamilton verspielte in Monza den dritten Rang während sich Teamkollege Heikki Kovalainen mit Rang sechs begnügen musste

Lewis Hamilton, von der Pole-Position gestartet, führte beim Grand Prix von Italien in Monza 20 von 53 Runden und lag eingangs der letzten Runde auf dem sicheren dritten Platz, als er sich drehte, in die Streckenbegrenzung prallte und ausfiel. Sein Teamkollege Heikki Kovalainen wurde Sechster.

"Ich bin ziemlich enttäuscht", so Kovalainen. "Mein Start war schlecht und ich verlor in der ersten Runde mehrere Plätze. Die härtere Reifenmischung, mit der ich losgefahren war, hatte zudem nicht den Grip, den ich gebraucht hätte um zu attackieren. Nach meinem Boxenstopp, als ich mit den weicheren Reifen fuhr, wurde es besser, aber da war es bereits zu spät, um die Zeit aufzuholen, die ich anfangs verloren hatte."

"Meine Strategie war nicht optimal und deshalb musste ich attackieren, damit unser Plan mit zwei Boxenstopps aufging", so Hamilton. "Ich holte jedes erdenkliche Zehntel aus dem Auto heraus und machte keine Fehler - bis zur letzten Runde. Das war unglücklich, aber so etwas passiert, ein Rennunfall eben."

"Ich gab alles, um näher an Jenson Button heranzukommen und ihn mit Hilfe unseres KERS Hybrid vielleicht noch überholen zu können. Dann brach urplötzlich das Heck aus und ich drehte mich in die Streckenbegrenzung. Es tut mir leid für das Team - alle haben toll gearbeitet. Obwohl wir heute nicht ganz die Schnellsten waren, attackierte ich härter als zuvor und damit kann ich zufrieden sein."

"Ein enttäuschendes Ergebnis; wir hatten deutlich mehr als Platz sechs und einen Ausfall erwartet", so Teamchef Martin Whitmarsh. "Positiv ist, dass Lewis den heftigen Aufprall unverletzt überstand. Er hat einfach nicht aufgeben wollen und kämpfte bis zum Schluss. Nach seinem zweiten Boxenstopp attackierte er in jeder Runde so hart er eben konnte, fuhr am Limit und wollte unbedingt Jenson Button den zweiten Platz abjagen."

"Zum Schluss gab er ein klein wenig zu viel und drehte sich ausgangs der ersten Lesmo-Kurve in die Streckenbegrenzung. Zuvor war er im ersten Sektor dieser letzten Runde Bestzeit gefahren. So ist das bei einem Fahrer wie Lewis, und von seiner Art gibt es nicht viele. Er gibt in jeder Runde 100 Prozent, ebenso oft gibt er 101 Prozent, und dann kann so ein Abflug passieren. So ist der Motorsport."

"Lewis ist ein Vollblutracer, und genauso wollen wir ihn haben. Klar sind wir angesichts unserer heutigen Punkteausbeute enttäuscht, aber wir freuen uns auch, dass unser Speed im Rennen fast so gut war wie der der Brawn Mercedes und so schnell oder sogar schneller als der Speed aller anderen. Jetzt konzentrieren wir uns auf Singapur; dort wollen wir genauso stark sein wie an diesem Wochenende hier in Monza."

"So geht es leider manchmal im Motorsport", so Mercedes-Sportchef Norbert Haug. "Lewis fuhr ein exzellentes Rennen und hatte den Speed, um um den Sieg zu kämpfen oder einen Podiumsplatz zu holen. Er fuhr an dritter Position, fünf Sekunden hinter dem Führenden und holte permanent auf, als er in der letzten Runde rund drei Kilometer vor der Ziellinie in die Leitplanken knallte."

"Heikki, als Vierter gestartet, wurde Sechster, aber drei Punkte sind sicher nicht die Ausbeute, die sich McLaren-Mercedes heute erhofft hatte. Positiv ist: Wie in Ungarn und Valencia, in zwei der letzten drei Rennen, hatte Lewis den Speed, um um den Sieg zu fahren und auf dieser Basis wollen wir bei den letzten vier Saisonrennen weiter aufbauen und uns fortlaufend steigern."

Fotoquelle: xpb.cc

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