Vijay Mallya kann sich nicht über einen Mangel an Fahrerinteresse beklagen

Formel 1 2009

— 14.09.2009

Manager rennen Mallya die Tür ein

Nach zwei tollen Rennen kann sich Vijay Mallya vor Fahreranfragen kaum retten - Chance für Neel Jani im McLaren-Simulator

Force India stand zuletzt zweimal hintereinander in der ersten Startreihe und konnte beide Male auch im Rennen die absoluten Topteams herausfordern. Das hat zur Folge, dass der indische Rennstall plötzlich nicht mehr als letzte Anlaufstelle für ausrangierte Fahrer gilt, die sonst keinen Job mehr finden, sondern dass die Manager plötzlich Schlange stehen.

"Nach Spa sind mindestens zehn Manager von Fahrern zu mir gekommen, darunter auch einige sehr bekannte Formel-1-Fahrer", sagt Teamchef und 50-Prozent-Eigentümer Vijay Mallya, ohne konkrete Namen zu nennen. Allerdings betont er im gleichen Atemzug, dass er sich gut vorstellen kann, auch 2010 mit Adrian Sutil und Vitantonio Liuzzi weiterzumachen: "Ich bin sehr glücklich mit dem, was ich habe. Der einzige freie Platz ist der des Testfahrers."

Sutil und Liuzzi mit guten Chancen

"Diese Jungs sind unsere Chance. Die sind loyal, sie arbeiten hart und sie sind Teil des Teams. Sie geben ihr Bestes. Wenn es nicht irgendeinen Grund für einen Wechsel gibt, dann frage ich mich, warum ich wechseln sollte", stellt er sich voll hinter seine beiden Jungpiloten, die gestern in Monza eine hervorragende Leistung abgeliefert haben. Denn wäre Liuzzi nicht ausgeschieden, hätte er sogar die größere Chance auf ein Podium gehabt als Sutil.

Loyalität gegenüber den aktuellen Fahrern bedeutet für Mallya allerdings nicht, dass er die Augen vor anderen Möglichkeiten verschließen wird. Für die Rolle des Testfahrers wird er in den nächsten Wochen im Simulator von Partner McLaren in Woking mehrere Kandidaten evaluieren - und sollte jemand voll einschlagen, könnte dies auch zu einem Grand-Prix-Vertrag führen. Zwei junge Männer sind schon über diese Gelegenheit informiert.

Chandhok bekommt seine Chance

Nummer eins ist der Inder Karun Chandhok: "Karun ist wie ein Sohn für mich. Ich kannte ihn schon, da war er noch ein kleiner Junge in kurzen Hosen", so Mallya, der mit Chandhok sen. befreundet ist. "Wenn ich ihm eine Chance geben kann, würde mich das freuen. Er muss mir aber beweisen, dass er gut genug ist. Also habe ich ihm gesagt, dass ich ihn in den McLaren-Simulator setzen werde, um mir anschauen zu können, was er drauf hat. Dann reden wir weiter."

"Es gibt noch einen weiteren jungen Mann, der indischer Abstammung ist, nämlich A1GP-Champion Neel Jani", erklärt der Force-India-Boss. "Er und sein Vater kommen seit eineinhalb Jahren regelmäßig zu mir. Jetzt sind sie wieder gekommen. Mit seinem Vater ist er genauso Inder wie jeder andere Inder auch. Wenn er mich um eine Chance bittet, dann kann ich ihm zumindest eine Chance im Simulator nicht verweigern. Diese Chance wird er bekommen."

Fotoquelle: xpb.cc

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