Jackie Stewart möchte nicht die Nachfolge von FIA-Präsident Max Mosley antreten

Formel 1 2009

— 14.09.2009

FIA-Präsidentschaftswahl: Stewart hatte kein Interesse

Eine wichtige Figur aus dem Formel-1-Umfeld wollte Jackie Stewart als Kandidat bei der Wahl des neuen FIA-Präsidenten sehen, doch Stewart lehnte ab

Jean Todt oder Ari Vatanen - einer dieser beiden Bewerber wird noch in dieser Saison zum neuen Präsidenten der FIA gewählt werden, denn weitere Kandidaten auf die Nachfolge von Max Mosley gibt es nicht. Ex-Weltmeister Jackie Stewart gab nun bekannt, dass man auch ihn zu einer eigenen Kampagne animieren wollte. Der frühere Rennfahrer erteilte dieser Anfrage aber eine klare Absage.

"Zunächst einmal bin ich bereits 70 Jahre alt. Ich denke, man sollte eine deutlich jüngere Person in dieses Amt wählen", wird Stewart von 'Autosport' zitiert. "Das sollte in meinen Augen aber niemand aus dem Cockpit, der Garage oder der Boxengasse der Formel 1 sein - obwohl ich davon ausgehe, dass dort der Wunsch nach Veränderung groß ist", so der frühere Formel-1-Pilot.

"Ich rechne nicht damit, dass sich die FIA sehr ändern würde, wenn Jean Todt die Wahl gewinnt. In diesem Fall würde das Regime gleich bleiben", meint der 70-Jährige, dem Vatanen als neuer FIA-Präsident wesentlich lieber wäre: "Das wäre genau das Richtige für den Sport. Dieser Sport braucht dringend einige Veränderungen", erklärt der dreimalige Titelträger.

"Man muss nur einmal sehen, was mit einer 100-Millionen-Dollar-Strafe geschah, was mit Ron Dennis passierte und was mit Flavio Briatore passiert. Die schmutzige Wäsche wurde in all diesen Fällen in der Öffentlichkeit gewaschen und durch diverse Lecks nach außen durchgeschleust. Das ist alles sehr unglücklich und wirft kein gutes Licht auf die Führung dieser Organisation."

"Um diese Geschichte zu ändern, müsste ich mindestens fünf bis zehn Jahre meines Lebens aufwenden - und das ist einfach zu viel", so Stewart. "Ich vertrete nach wie vor den Standpunkt, dass die Art und Weise verändert werden muss, wie der Sport geführt wird. Das Fahrerlager wird durch Drohungen und Angst regiert - selbst die Medien. Das ist nicht richtig."

Sich selbst wollte Stewart bei der im Oktober anstehenden Wahl des neuen FIA-Präsidenten nicht aufstellen lassen, obwohl er von einer hochrangigen Persönlichkeit aus dem Formel-1-Umfeld darum gebeten wurde. Die Identität dieser Person gibt der Schotte aber nicht preis: "Das kann ich wirklich nicht verraten. Aber es war jemand recht Wichtiges", erklärt Stewart abschließend.

Fotoquelle: xpb.cc

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