Kann Pat Symonds weitere Details zur "Crashgate"-Affäre preisgeben?

Formel 1 2009

— 15.09.2009

FIA bietet Symonds Immunität an

Neues zu "Crashgate": Sollte sich Renaults Leitender Ingenieur Pat Symonds kooperativ zeigen, dann würde ihm die FIA Immunität gewähren

Knapp eine Woche vor der Anhörung vor dem Weltrat der FIA bekommt Pat Symonds die Chance, einer möglichen Bestrafung zu entgehen. Der Leitende Ingenieur des Renault-Teams könnte Immunität erhalten, sollte er im Gegenzug mit der vollen Wahrheit herausrücken. Bei einer Befragung durch FIA-Vertreter hatte Symonds in Belgien die Mehrzahl der Fragen an ihn schlichtweg nicht beantwortet.

Gleichwohl hatte Symonds in seinen - ohnehin spärlichen - Antworten durchsickern lassen, dass er möglicherweise über tiefgehende Informationen verfüge: "Ich habe nicht die Absicht, Sie zu belügen", so Symonds in der Befragung durch die Rennkommissare. "Ich habe Sie nicht angelogen, aber ich möchte mir meine Position noch ein bisschen vorbehalten."

Für die Stewards entstand dabei offenbar der Eindruck, dass Symonds deutlich mehr hätte zu Protokoll geben können: "Herr Symonds ließ im Interview vom 27. August anklingen, dass er mit weiteren Informationen auf die Stewards zugehen könnte. Das schließt Informationen bezüglich mehrerer Fragen ein, deren Beantwortung er zunächst abgelehnt hat", heißt es in einem Report der Rennkommissare, der unseren Kollegen von 'Autosport' vorliegt.

"Am 27. August wurden keine dahingehenden Informationen weitergegeben. Am 28. August wurde Herr Symonds noch einmal vor die Rennkommissare gebeten und gefragt, ob er weitere Informationen bezüglich der Fragen preisgeben wollte, auf deren Beantwortung er zunächst verzichtet hatte. Herr Symonds lehnte erneut ab, die Fragen zu beantworten", erläutert der Bericht der Rennkommissare weiter.

Nun erhält Renaults Leitender Ingenieur offenbar eine letzte Chance. Noch ist aber nicht klar, ob Symonds das Angebot der Immunität annehmen wird. Sollte er sich zu diesem Schritt entscheiden, so würde auch er im Falle eines Schuldspruchs durch den Weltrat straffrei ausgehen - ähnlich wie Ex-Pilot Nelson Piquet, dessen Immunität FIA-Präsident Max Mosley schon am Rande des Rennwochenendes in Italien bestätigte.

Fotoquelle: Renault

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