Schon bald könnten sich 28 Autos auf die 300 Kilometer lange Rennreise machen

Formel 1 2009

— 15.09.2009

Der 13. Startplatz geht an das Lotus F1 Team

Die FIA hat den letzten noch verbleibenden Startplatz vergeben: 1Malaysia F1 Team Sdn Bhd bringt 2010 das Lotus F1 Team an den Start

Das Starterfeld der neuen Formel-1-Saison nimmt langsam aber sicher Formen an. Nachdem die FIA im Sommer bereits den drei neuen Rennstllen Campos, Manor und US F1 den Zutritt zur Weltmeisterschaft 2010 gewhrte, ist nun auch der letzte Startplatz gefllt: Das Lotus F1 Team stt im kommenden Jahr zur Formel 1 und bernimmt den Slot des BMW Sauber F1 Teams.

"Nach einem intensiven Auswahlverfahren und nach einer sorgfltigen berprfung hat die FIA den 13. Startplatz in der Formel-1-Weltmeisterschaft 2010 an das Lotus F1 Team vergeben", heit es in einem Statement des Automobil-Weltverbandes. Darber hinaus, so die Pressemitteilung weiter, habe man vom "BMW Sauber Team eine beeindruckende Bewerbung erhalten" - doch diese findet zunchst keine Bercksichtigung.

BMW Nachfolgeteam noch mit Chancen

Grund dafr ist, dass "BMW angekndigt hat, 2010 seine Untersttzung zu beenden. Daher gibt es noch immer Unsicherheiten in Bezug auf die knftigen Besitzverhltnisse des Teams. Nichtsdestotrotz attestiert die FIA der Bewerbung von BMW Sauber eine hohe Qualitt", wird im Statement ausgefhrt. Man sei sich sicher, dass das Nachfolgeteam ein durchaus konkurrenzfhiger WM-Teilnehmer werden knne.

So kam die FIA letztendlich zum Schluss, diesem Rennstall den "14. Platz" in der Meisterschaft zuzugestehen. "Das bedeutet, dass das Team in die Bresche springen knnte, sollte es in der Startaufstellung fr 2010 irgendwelche Lcken geben", so die FIA. Der Automobil-Weltverband behlt sich zudem vor, den Umfang der Weltmeisterschaft auf 14 Rennstlle zu erweitern.

"Die FIA wird sich schnellstmglich mit den bereits existierenden Teams beraten und die Einfhrung einer Regelnderung besprechen, um die Startaufstellung rechtzeitig vor dem ersten Grand Prix 2010 auf 28 Autos zu erweitern", so die Mitteilung der FIA weiter. Das neue Lotus F1 Team bleibt davon jedoch unberhrt, denn der Startplatz dieses Rennstalls ist bereits garantiert.

Fernandes und Gascoyne mit malaysischem Team

Hinter dem Lotus F1 Team stehen das Unternehmen 1Malaysia F1 Team Sdn Bhd sowie Teamchef Tony Fernandes. Der Rennstall wird unter malaysischer Flagge in der Formel 1 auftreten und ist damit neben Force India und Toyota das dritte asiatische Team in der Startaufstellung - der Name Lotus kehrt somit nach ber 15-jhriger Formel-1-Abstinenz wieder in den Grid zurck.

Das neue Team wird seine Zelte zunchst im britischen Norfolk aufschlagen und nur wenige Kilometer von der Lotus-Fabrik ein Hauptquartier beziehen. Eine voll ausgerstete Werkstattanlage steht dort bereits zur Verfgung: Die RTN-Fabrik wurde vor geraumer Zeit von Toyota erbaut und wurde zuletzt von Bentley genutzt, welche dort ihr Programm fr Le Mans vorbereiteten.

Die Planungen des neuen Rennstalls sehen vor, den Sepang International Circuit in Malaysia als knftige Teamzentrale zu etablieren. Dort sollen Gebude fr die Designabteilung sowie die technischen Einrichtungen errichtet werden. Teamchef Fernandes und sein Technischer Direktor Mike Gascoyne vertrauen bei ihrem Formel-1-Debt auf die Rennmotoren von Cosworth.

Fernandes ist Grnder und Geschftsfhrer der Tune Group, welche die Fluggesellschaft Air Asia besitzt. Bei 1Malaysia F1 Team Sdn Bhd handelt es sich um ein Konsortium verschiedener malaysischer Unternehmer, das fr die Grndung des Teams mit der malaysischen Regierung zusammengespannt hat. Gascoyne ist ein alter Bekannter in der Formel 1 - vor allem bei Force India, Jordan, Renault und Toyota...

Fotoquelle: xpb.cc

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