Das neue Lotus-Team soll irgendwann ganz nach Malaysia umziehen

Formel 1 2009

— 15.09.2009

Lotus F1: Fahrer sollen Ende Oktober feststehen

Das neue malaysische Lotus-Team hat "lokale und internationale Fahrer" in der näheren Auswahl - Starkes Engagement der malaysischen Regierung

Das Lotus-F1-Team soll der neue Stolz Malaysias werden. Zur gleichen Zeit, als die FIA heute bekanntgab, dass die Mannschaft den 13. Startplatz bekommt, präsentierte man sich in Kuala Lumpur. Die malaysische Regierung ist maßgeblich an dem Projekt beteiligt, ebenso wie der nationale Autohersteller Proton und die Fluglinie AirAsia. Lotus F1 soll ein malaysisches Team werden, und das könnte sich auch auf die Fahrerwahl auswirken.

"Wir evaluieren derzeit die Qualifikationen und die Tauglichkeit von sechs Fahrern, die in der näheren Auswahl stehen. Wir hoffen, dass wir unsere beiden Fahrer bis zum 31. Oktober offiziell präsentieren können", sagte Premierminister Datuk Seri Najib Abdul Razak vor malaysischen Medien. Dabei handele es sich um "lokale und internationale" Piloten, Namen nannte er jedoch keine. Malaysia hatte mit Alex Yoong bereits einen Formel-1-Piloten. Der 33-Jährige fährt jetzt in der A1GP-Serie. Ein weiterer Kandidat wäre Fairuz Fauzy, der in der A1GP und der Renault-World-Series aktiv ist.

"Der Fahrermarkt ist derzeit sehr in Bewegung, weil Teams ihre Fahrer nicht bestätigen und eine Menge Unklarheiten herrschen. Wir haben ein paar zur Auswahl", erklärte Mike Gascoyne, der nach einem Jahr Auszeit von der Formel 1 Technikchef bei Lotus F1 wurde, der 'BBC'. Da nun aber der Startplatz bestätigt sei, könne man auch beim Thema Piloten Nägel mit Köpfen machen.

"Es ist immer ein bisschen wie bei der Henne und dem Ei - man kann nicht mit den Leuten sprechen, so lange man keinen definitiven Startplatz hat, denn sie würden einen nicht ernst nehmen", so Gascoyne. "Jetzt beginnen wir, mit den Piloten zu sprechen und hoffentlich können wir innerhalb eines vernünftigen Zeitrahmens etwas bekanntgeben."

Der Technikchef ist davon überzeugt, seinen Fahrern ein "attraktives Gesamtpaket" bieten zu können: "Jeder wird sehen können, dass es hier vorangeht. Ich denke, dass wir ein Paket schnüren können, mit dem wir sehr konkurrenzfähig sein werden."

Der neue Lotus-F1-Bolide soll laut Gascoyne erst recht spät vorgestellt werden, "aus Gründen der Zuverlässigkeit". Aber: "Aufgrund der Arbeit, die wir schon geleistet haben, ist unser Ziel, eines der besten neuen Autos im Feld zu haben. Das ist ein sehr klares und auch realistisches Ziel. Und ich hoffe, dass wir es ab der Saisonmitte auch mit dem hinteren Feld der aktuellen Teams aufnehmen können. Dieses Ziel ist erreichbar."

Lotus ist eine britische Traditionsmarke, doch das Team ist als malaysisches Team anzusehen, nicht nur, weil Lotus in Besitz von Proton ist. Der Teamsitz wird sich zunächst im britischen Norfolk befinden, aber laut dem malaysischen Premierminister sollen die Autos irgendwann am Sepang Circuit entworfen, gebaut und getestet werden.

Und der größte Wunsch von Premierminister Najb wäre: "Hoffentlich können wir eines Tages die malaysische Nationalhymne hören."

Fotoquelle: xpb.cc

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