Nico Hülkenberg hat seinen Vertrag für nächstes Jahr in der Tasche

Formel 1 2009

— 18.09.2009

Williams zieht Option auf Hülkenberg

Weil sich Verhandlungen mit Kimi Räikkönen angeblich zerschlagen haben, dürfte Frank Williams seine Option auf Nico Hülkenberg gezogen haben

Deutschland bekommt einen weiteren Formel-1-Piloten: Wie erwartet wird der neue GP2-Champion Nico Hülkenberg in der kommenden Saison in der Königsklasse an den Start gehen. Nach Informationen der Kollegen von 'Auto Bild motorsport' hat ihn das Williams-Team diese Woche endgültig unter Vertrag genommen.

Der einstige Erfolgsrennstall aus Grove will diese Meldung zwar noch nicht kommentieren, Hülkenberg hatte aber schon am vergangenen Wochenende in Monza angedeutet: "Klar fahre ich nächstes Jahr Formel 1!" Am Dienstag fiel dann anscheinend die Entscheidung, indem Frank Williams und Patrick Head die Option einlösten, die sie ohnehin auf die Dienste des Deutschen hatten. Damit steht Hülkenberg als erster Williams-Fahrer für 2010 fest.

Wer sein Teamkollege wird, ist noch unklar. Nico Rosberg sehen die meisten Insider im Brawn-Mercedes, Kazuki Nakajima hat ohne Toyota-Motoren kein Renncockpit mehr. Wie 'auto motor und sport' berichtet, hätte es Hülkenberg beinahe mit einem gewaltigen Kaliber zu tun bekommen: Kimi Räikkönen soll angeblich mit Williams verhandelt haben, weil er vom PR-Korsett der Werksteams die Nase voll hat und in der Formel 1 wieder ungezwungen Spaß haben möchte.

Doch offenbar sind die Verhandlungen mit Williams in Monza geplatzt - stattdessen sieht 'auto motor und sport' den Finnen künftig wieder bei McLaren-Mercedes. Dort würde man den "verlorenen Sohn" mit offenen Armen empfangen: "Kimi ist für jedes Team ein interessanter Fahrer. Er ist vielleicht das größte Talent überhaupt, wenn er gewillt ist, sich hundertprozentig auf den Job zu konzentrieren", sagt Teamchef Martin Whitmarsh.

Räikkönen war Ende 2006 im Unfrieden von den Silberpfeilen geschieden, kam damals aber vor allem mit Ron Dennis nicht aus. Der ist längst aus dem Tagesgeschäft raus. Bei Ferrari wurde er 2007 Weltmeister, doch in den vergangenen eineinhalb Jahren wirkte er neben Felipe Massa eher wie eine erstklassige Nummer zwei. Daher steht in Maranello Fernando Alonso auf Pole-Position - der Deal mit dem von Neo-Ferrari-Sponsor Santander favorisierten Spanier soll längst unter Dach und Fach sein.

Auf die eindeutige Frage, ob Räikkönen auch 2010 für Ferrari Rennen fahren wird, hatte Teamchef Stefano Domenicali zuletzt jedenfalls nur entgegnet: "Ich habe bereits gesagt, dass wir dieses Thema jetzt nicht besprechen möchten. Ich halte das nicht für korrekt." Jemand, der einen bestehenden Vertrag einhalten will, klingt anders. Sollten sich die Gerüchte bewahrheiten, würde es im Silberpfeil zur Traumpaarung Räikkönen/Hamilton kommen.

Fotoquelle: GP2

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