Peter Sauber hat es geschafft, den Standort Hinwil vor dem Aus zu retten

Formel 1 2009

— 20.09.2009

Sauber erleichtert über Rettung von Hinwil

Die vergangenen Wochen waren für Peter Sauber eine Achterbahn der Gefühle, doch sein Ziel, den Standort Hinwil zu retten, hat er erreicht

2005 wurde Peter Sauber als erster Preisträger mit dem Ehrenpreis für das Lebenswerk von 'Motorsport-Total.com' ausgezeichnet. Den hat sich der Schweizer nun noch einmal redlich verdient, weil es ihm dank seines persönlichen Engagements gelungen ist, den Standort Hinwil trotz des Rückzugs von BMW aus der Formel 1 zu retten.

"Als ich vor gut vier Jahren die Entscheidung traf, das Team an BMW zu verkaufen, war das für mich eine riesige Erleichterung", schreibt Sauber in seiner Kolumne im 'Blick'. "Ich war sicher, dass ich eine langfristige Lösung für den Rennstall und den Standort Hinwil gefunden hatte." Das war jedoch ein Irrglaube, denn gerade mal vier Jahre später wurde er von BMW im Stich gelassen. Sauber konnte seine persönliche Enttäuschung darüber nur mit Mühe verbergen.

"Nachdem ich den ersten Schock verdaut hatte, habe ich innerhalb von wenigen Tagen versucht, mit BMW eine Lösung zu finden, um das Team zu übernehmen und das Concorde-Agreement zu unterschreiben", erklärt der Schweizer. "Das wäre deshalb wichtig gewesen, weil dieser Vertrag die Zahlung von TV-Geldern in Millionenhöhe garantiert hätte. Leider haben wir in der Kürze der Zeit keine Lösung gefunden."

Das heißt im Klartext: BMW wollte mehr Geld haben, als Sauber bereit war zu zahlen. Eine Übergabe wie zwischen Honda und Ross Brawn in Brackley, wo Honda heute noch viele Rechnungen begleicht, obwohl das Unternehmen offiziell längst ausgestiegen ist, stand in München nie zur Diskussion. Das liegt aber auch an der unterschiedlichen Rechtslage in Deutschland/Schweiz und Großbritannien, wo Honda hohe Abfindungszahlungen hätte leisten müssen.

"Ab diesem Moment", so Sauber, "war die Ausgangslage noch schwieriger als zuvor. Ohne Garantie auf einen Startplatz mussten wir gleichzeitig einen Käufer finden und Gespräche mit potenziellen Sponsoren führen. Nicht ganz einfach, denn die möglichen Sponsoren wollten wissen, wer denn nun Besitzer sein würde, die möglichen Käufer interessierten sich dafür, wer die Sponsoren sind. Und die Zeit drängte gewaltig. Denn die Deadline der FIA rückte immer näher."

Interessenten gab es viele, "allerdings waren nicht alle seriös", schreibt Sauber. BMW stellte eigens zwei Manager dafür ab, um die Angebote zu prüfen und die Verhandlungen zu führen. Am Dienstag gab es dann endlich gute Nachrichten: "Tatsache ist, dass der Vertrag mit Qadbak Investments Ltd. erst am Dienstag, 15. September, um die Mittagszeit unterschrieben wurde", bestätigt der 65-Jährige, der eine Rückkehr an den Kommandostand nicht ausschließt.

Und weiter: "Die gut sieben Wochen seit BMW seinen Ausstieg aus der Formel 1 bekannt gegeben hat, waren für mich nicht nur ein Wechselbad der Gefühle, sondern auch physisch und psychisch eine echte Herausforderung. Der Druck, in sehr kurzer Zeit zu einem Abschluss kommen zu müssen, war enorm. Jetzt, mit dem Abstand von ein paar Tagen, bin ich sehr erleichtert, dass wir eine Lösung gefunden haben, die den Standort Hinwil sichert", meint er abschließend.

Fotoquelle: xpb.cc

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