Lewis Hamilton legte in Singapur 2008 den Grundstein für seinen WM-Titel

Formel 1 2009

— 20.09.2009

Hamilton: "Ich bin ein würdiger Weltmeister"

Ohne "Crashgate" wäre die Weltmeisterschaft 2008 vielleicht anders ausgegangen, dennoch fühlt sich Lewis Hamilton als würdiger Champion

Als Nelson Piquet jun. beim Grand Prix von Singapur 2008 in die Mauer krachte und das auslöste, was heute als "Crashgate" Schlagzeilen macht, führte Felipe Massa das Rennen sicher an. Für die Weltmeisterschaft wäre ein Sieg Gold wert gewesen, denn der Ferrari-Pilot lag zu jenem Zeitpunkt nur einen Punkt hinter Lewis Hamilton und hätte somit die Gesamtführung übernehmen können.

So aber kam alles anders: Massa wurde nach einer Tankpanne nur 13., Hamilton sammelte als Dritter sechs wertvolle Punkte. Daher diskutieren heute viele Fans an Stammtischen und in Internetforen, ob das Jahr 2008 ohne "Crashgate" eine andere WM-Entscheidung hervorgebracht hätte. Wie dem auch sei: Laut Internationalem Sportkodex der FIA kann das Ergebnis nachträglich nicht mehr verändert werden, Hamilton wird also als Champion in den Geschichtsbüchern stehen bleiben.

"Ich bin ein würdiger Weltmeister", entgegnet er nun via 'News of the World' auf diverse Annullierungsdiskussionen. "Ich habe die Nummer eins auf meinem Auto und ich verdiene sie. Ich bin extrem stolz auf meine Erfolge, seit ich in die Formel 1 gekommen bin. Mit diesem Auto fahren ist die eine Sache in meinem Leben, von der ich weiß, dass ich sie besser kann als die meisten anderen Menschen. Das ist ein großartiges Gefühl und das wird auch respektiert."

"Ich erinnere mich noch an mein Rennen in Singapur im Vorjahr. Ich fuhr mit einem Auge auf der Weltmeisterschaft und ich wollte nicht zu viele Risiken eingehen. Ich war zufrieden mit dem Podestplatz. Es gibt Dinge mit Strafen, die im Vorjahr auch meine Punkte beeinträchtigt haben. Ich meine immer noch, dass ich in Belgien gewonnen habe. Das war mein Rennen", erinnert sich der 24-Jährige an einen anderen Zwischenfall.

In Spa-Francorchamps schloss Hamilton in der Schlussphase mit Siebenmeilenstiefeln auf Kimi Räikkönen auf, überholte den Ferrari-Piloten in der Bus-Stop-Schikane, musste ihn aber wieder durchlassen, weil er die Strecke verlassen hatte. Ein paar Meter weiter schlüpfte Hamilton neuerlich durch - und gewann das Rennen. Später entschied die Rennleitung jedoch, er habe durch das Abschneiden einen zu großen Vorteil gehabt - und versetzte ihn auf Platz drei.

Hamilton findet, dass die Diskussionen der vergangenen Tage völlig unsinnig sind, denn: "Wenn du die Weltmeisterschaft anführst, ist die Einstellung eine ganz andere als wenn du der Jäger bist", erklärt er. "Ich habe in den verbleibenden Rennen an die Meisterschaft gedacht und an die Punkte, die ich brauche, um den Titel zu gewinnen. Wenn ich Siege gebraucht hätte, dann hätte ich die aber auch gejagt!"

Fotoquelle: xpb.cc

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