Nico Rosberg und Kazuki Nakajima hoffen auf gute Chancen in Singapur

Formel 1 2009

— 22.09.2009

Rosberg: "Keine Zeit zum Verschnaufen"

Die Williams-Piloten Nico Rosberg und Kazuki Nakajima sind vor dem Nachtrennen in Singapur optimistisch: Ein Fall für den FW31?

Ist Nico Rosberg der heimliche Sieger des Singapur-Grad-Prix 2008? Nachdem nun feststeht, dass Fernando Alonso im vergangenen Jahr mit illegalen Mitteln an die Spitze des Feldes befördert wurde, wird sich der Zweitplatzierte des Vorjahres sicherlich einige Gedanken machen. Aber Rosberg äußert sich derzeit nicht zu einem solchen - ohnehin sehr vagen - Szenario, welches seinen ersten Grand-Prix-Sieg hätte bedeuten können.

Vielmehr blickt der Williams-Pilot nüchtern und positiv zurück: "Wir hatten dort im vergangenen Jahr ein tolles Wochenende, ich hatte viel Spaß. Die Atmosphäre war erstklassig und die Tatsache, dass es ein Nachtrennen war, hat es abgerundet. Die Strecke ist wirklich gut und sehr herausfordernd." Auch in diesem Jahr rechnet der gebürtige Wiesbadener mit guten Chancen, denn der winklige Kurs sollte dem Williams FW31 nach zuletzt schwachen Rennwochenenden endlich mal wieder gut liegen.

"Am härtesten in Singapur sind die Hitze und hohe Zahl von Kurven", meint Rosberg mit Blick auf den Event in der asiatischen Metropole. "Es sind 23 Kurven, man hat daher nie Zeit zum Verschnaufen. Die Strecke ist zwar schwierig, aber weil sie eine Strecke für viel Abtrieb ist, sollte sie unserem Wagen ganz gut passen. Ich hoffe zumindest, dass wir ein besseres Resultat erzielen als zuletzt in Monza."

Die Nacht zum Tage machen

Bei der ersten Auflage des Grand Prix in Singapur mussten sich die Piloten 2008 nicht nur an einen engen Stadtkurs und heftige Bodenwellen, sondern auch an die künstliche Beleuchtung gewöhnen. "Natürlich ist die Sicht etwas schlechter, wenn es etwas dunkler wird", meint Rosberg, "aber man gewöhnt sich schnell daran. Es gibt jede Menge Laternen. Bei Regen könnte es allerdings schwierig werden. Aber sonst ist eigentlich das einzige Problem, dass man kaum Tageslicht sieht, weil wir nach europäischem Rhythmus weiterleben."

Beide Williams-Piloten sind bereits am vergangenen Sonntag nach Singapur geflogen. Während sich Rosberg am Mittwoch um die Vertreter und Kunden des Sponsors AT&T kümmert, darf Teamkollege Kazuki Nakajima die Gäste von Randstad beglücken. "Ich mache Sushi für alle Gäste", sagt der Japaner, dessen Formel-1-Karriere nach mäßigen Auftritten auf der Kippe zu stehen scheint. "Ich kann mich eine Woche lang auf das Klima und den seltsamen Zeitplan einstellen."

"Der gesamte Event und die dortige Strecke gehören zu den besten des Jahres", freut sich Nakajima auf den Grand Prix. "Der Kurs ist schwierig, das Umfeld sehr glamurös - so sollte die Formel 1 immer sein. Außerdem ist die Stadt sehr interessant. Ich kann zwar am Rennwochenende selbst nicht viel ausgehen, aber vorher wird mit Sicherheit noch Zeit für einen Bummel bleiben."

Nakajima braucht ein gutes Ergebnis

"Singapur bietet alle Herausforderungen, die man sich nur wünschen kann. Es ist ein Nachtrennen, somit muss man sich erst einmal auf die Sichtverhältnisse einstellen", beschreibt Nakajima. "Wenn man aber das passende Visier auswählt, ist das kein Problem. Im vergangenen Jahr waren einige wenige Kurven nicht besonders gut ausgleuchet. Das hat man für die diesjährige Auflage sicherlich angepasst."

"Es ist außerdem ein Stadtkurs. Das bedeutet, dass die Piste zu Beginn des Wochenendes sehr rutschig sein wird. Außerdem gibt es wenige Auslaufzonen und nur minimale Überholchancen. Hinzu kommt, dass die Strecke extrem wellig ist. Vor allem zwischen den Kurven fünf und sieben sind die Bodenwellen sehr heftig. Wenn man dann auch noch Hitze und Luftfeuchtigkeit hinzunimmt, dann erkennt man, dass es für uns Fahrer ganz bestimmt eine harte Aufgabe ist."

Auch der Japaner ist überzeugt, dass der FW31 mit dem engen Geschlängel in Singapur gut zurechtkommen wird. Das ist gerade in dieser Phase der Saison sehr wichtig, weil Nakajima um einen neuen Vertrag für 2010 fährt und sich dringend mit einer guten Fahrt in Szene setzen muss. "Ich bin zuversichtlich", erklärt der von Toyota geförderte Pilot. "Es gibt viele enge Kurven und es braucht viel Abtrieb. Das ist gut so, denn unser Auto funktioniert auf solchen Strecken immer bestens."

Fotoquelle: Williams

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