Der Sport ist bei Fernando Alonso und Romain Grosjean im Vordergrund

Formel 1 2009

— 23.09.2009

Renault: Alonso will auf das Podium

Fernando Alonso will in Singapur wieder um eine Podestplatzierung kämpfen, während der Stadtkurs für Romain Grosjean eine echte Premiere darstellt

Singapur wird nach all den Vorfällen im "Crashgate"-Skandal für das Renault-Team ein besonderes Rennen werden, denn zum ersten Mal stehen Flavio Briatore und Pat Symonds nicht mehr an der Boxenmauer. Ungeachtet dessen bemühen sich Fernando Alonso und Romain Grosjean um Normalität und das sportliche Abschneiden.

"Ich mag den Kurs, denn er ist ziemlich anspruchsvoll", erklärte der Spanier im Vorfeld des Singapur-Rennens. "Das Layout beinhaltet einige interessante Ecken wie die Hochgeschwindigkeits-Schikane an Turn 10 und 11. Dort musst du aggressiv über die Kerbs fahren, um viel Geschwindigkeit mitzunehmen. Überholen ist in Singapur nicht einfach, aber es gibt einige Möglichkeiten.

Vorjahressieger Alonso geht also durchaus zuversichtlich ins Rennen: "Das Auto funktioniert auf der Mehrzahl der Kurse sehr gut. Deshalb glaube ich, dass wir auch dieses Mal konkurrenzfähig sein werden und um die Podestplätze kämpfen können."

An seiner Vorbereitung auf das Nachtrennen will Alonso übrigens nichts ändern: "Im vergangenen Jahr habe ich versucht, mich einfach weiter an der europäischen Uhr zu orientieren, statt mich auf die Zeitverschiebung einzustellen. Das werde ich auch in diesem Jahr machen, weil ich so meinen Biorhythmus am besten im Griff habe."

Messlatte Alonso

Im Gegensatz zu Alonso kommt Teamkollege Romain Grosjean zum ersten Mal an die Stadtstrecke. "Ich mag Straßenkurse, und das Strecken-Layout sieht sehr vielversprechend aus", sagte der Schweizer mit französischer Rennlizenz, der die Singapur-Premiere 2008 noch "im Fernsehen verfolgte und begeistert war, wie toll die Autos unter Flutlicht aussehen. Es ist das erste Mal, dass ich ein Nachtrennen bestreite und ich bin heiß darauf!"

So lag der Schwerpunkt der Vorbereitungen in einer intensiven Streckenanalyse samt Onboard-Aufnahmen. "Die Abfolge der Kurven ist dabei nicht das Problem. Es geht vielmehr um den Blickwinkel des Fahrers in diesem Betonkanal und die unterschiedlichen Haftwerte des Asphalts, um den Kurs zu verstehen."

Für den noch punktelosen Grosjean ist es der vierte Formel-1-Einsatz. Sein Ziel ist es daher, sich "in den Freien Trainings, im Qualifying und natürlich auch im Grand Prix zusteigern. Ich möchte so nah wie möglich an meine persönliche Messlatte Fernando Alonso herankommen, und im besten Falle meine ersten WM-Punkte einzufahren."

Fotoquelle: xpb.cc

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