Jubelstimmung bei Jenson Button: In Monza gab's endlich wieder Champagner

Formel 1 2009

— 24.09.2009

Button: Der richtige Kompromiss ist gefragt

Volle Attacke oder doch lieber sichere Punkte holen? Titelkandidat Jenson Button braucht im Endspurt der Saison eine passende Menge Aggressivität

14 Punkte Vorsprung und noch vier zu fahrende Grands Prix: Brawn-Pilot Jenson Button geht als Topfavorit in die entscheidenden Rennen dieser Saison. Nach dem Doppelsieg von Monza ist die Konkurrenz von Red Bull schon deutlich distanziert, sodass sich der britische Rennfahrer im Endspurt des Jahres beinahe voll und ganz auf seinen Teamkollegen Rubens Barrichello konzentrieren kann.

"Meine Situation ist klasse und fühle mich privilegiert, die Meisterschaft anzuführen", sagt Button vor dem Rennen in Singapur, gibt aber zu bedenken: "Das ist zugleich eine sehr knifflige Lage. Der Fahrerinstinkt sagt dir, dass du gewinnen sollst. Allerdings muss ich nur jedes Mal direkt hinter meinem Teamkollegen ankommen, um den Titel mit einem Vorsprung von sechs oder acht Punkten zu holen."

"Das ist eine schwierige Situation", meint der 29-Jährige. "Denn sobald du einmal auch nur leicht nachlässt, schreit das geradezu nach Problemen. Genau dann passieren Unfälle" - ein Umstand, der Button unlängst deutlich vor Augen geführt wurde: "In Spa bin ich von hinten ins Rennen gegangen, hatte einen Crash und mein Rennen war vorbei", sagt der britische WM-Spitzenreiter rückblickend.

"In Valencia hatte ich auch ein schlechtes Rennen, weil ich hinter einem Red Bull festhing", so der Brawn-Pilot, der sich in den verbleibenden Grands Prix an ein einfaches Rezept halten will: "Du musst schlichtweg rausgehen und aggressiv sein. Du hast dabei natürlich immer im Hinterkopf, dass du das Rennen beenden und konstant sein musst", erläutert Button. "Dahingehend ändert sich also nichts."

Geändert hat sich im Jahresverlauf bislang hingegen schon so einiges: Die anfängliche Dominanz von Button flaute im Sommer mächtig ab. "Nach meinem bislang letzten Sieg in der Türkei hatten wir etwas mit dem Auto zu kämpfen", bestätigt der Brawn-Fahrer. "Die Balance war schlecht und wir konnten die Reifen nicht zum Arbeiten bringen. Das war eine sehr frustrierende Zeit."

"Wir wussten, dass wir ein gutes Fahrzeug hatten, konnten aber einfach nicht das Beste herausholen", sagt Button und fügt an: "Mir war klar, dass ich cool bleiben müsste, weil wir letztendlich wieder auf Kurs kommen würden" - was Button in Monza mit einem zweiten Rang gelang: "Das war ein fantastisches Ergebnis für mich", so der Brite. "Jetzt ist mein Teamkollege mein größter Konkurrent."

Fotoquelle: xpb.cc

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