Jenson Button hat den Titel fest im Visier: Nur noch vier Rennen, dann...

Formel 1 2009

— 24.09.2009

Button: Träumen noch nicht erlaubt

Für Jenson Button ist der Weltmeistertitel zum Greifen nahe, dennoch bleibt der Brawn-Pilot immer noch zurückhaltend: Hamilton 2007 als Warnung

Vier Formel-1-Piloten haben aktuell noch die Chance, sich die Krone 2009 aufzusetzen. Da Red Bull jedoch zuletzt nicht gerade in Topform auftrat, sind die Aussichten von Jenson Button und Rubens Barrichello umso besser geworden. "Sebastian ist 26 Punkte zurück. Das ist schon eine ganze Menge", meint Button selbstbewusst. Der Brite fügt allerdings an: "Lewis Hamilton hatte 2007 zwei Rennen vor dem Saisonende 17 Punkte Vorsprung und hat es nicht gepackt. Es kann noch so viel passieren. Ich muss positiv denken und jedes einzelne Rennen nehmen, wie es gerade kommt."

Durch zwei Siege aus den drei vergangenen Rennen ist Teamkollege Rubens Barrichello dem großen Favoriten zwar auf die Pelle gerückt, dennoch wertet Button die Erfolge des Brasilianers als Glücksfall. "Wir haben die Talsohle durchschritten. Unser Auto scheint auf Strecken für wenig Abtrieb und auch auf Strecken für viel Abtrieb gut zu funktionieren. Nun haben wir wieder ein Update, das uns noch schneller machen sollte. Wir werden einen guten Speed haben."

Er erwarte zwar nicht, dass die Brawn-Boliden wie zum Saisonstart vorweg fahren könnten, aber immerhin halte das Team die aktuelle Position in der Hackordnung. "Ich muss mich eigentlich immer nur im Bereich von Rubens halten, wenn ich den Titel holen will", erklärt Button, dessen Verhältnis zum erfahrenen Teamkollegen trotz des internen Kampfes nicht gelitten hat. "Aber natürlich haben wir beide das gleiche Ziel. Wie jeder andere Fahrer auch, wollen wir nur eines: gewinnen."

"Im vergangenen Jahr waren wir nie in der Lage, gute Ergebnisse zu holen", erinnert sich Button an die schwierige Honda-Saison 2008. Der erste Nacht-Grand-Prix der Formel-1-Geschichte brachte Button damals auf den undankbaren neunten Rang. "Aber trotzdem hatte ich speziell in Singapur sehr viel Spaß. Ich habe mir die Aufzeichnung aus dem Vorjahr angeschaut. Alle behaupten immer, dass man auf Stadtkursen nicht überholen könnte. Aber das stimmt nicht. Es gab damals viel Action und es war ein großer Spaß."

"Nun freue ich mich auf die verbleibenden vier Rennen", sagt der Überraschungsmann der Saison, der die Rennpause nach Monza in Japan - der Heimat seiner Freundin Jessica Michibata - verbrachte. "Die nächsten drei Rennen finden allesamt auf Strecken statt, die ich sehr gern mag. Und danach kommt mit Abu Dhabi etwas ganz Tolles auf uns zu. Ich mag es immer gern, auf neue Strecken zu kommen."

Rein theoretisch könnte sich Button bereits in gut einer Woche in Suzuka zum Champion krönen. Träumen erlaubt? "Nein. Ich mag lieber die Realtität", meint der WM-Leader vorsichtig. "Natürlich ist es möglich, dass so etwas passiert. Aber ich nehme die Rennen, wie sie kommen." Zum Thema "Crashgate"-Urteil wollte sich Button nicht ausführlich äußern. Allerdings sagte er über seinen früheren Teamchef Flavio Briatore: "Wir alle kennen Flavio. Es macht für mich keinen Unterschied, ob er nun hier ist oder nicht."

Fotoquelle: xpb.cc

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