Bernie Ecclestone saß schon mal fester in seinem Sattel als in diesem Jahr

Formel 1 2009

— 26.09.2009

Ecclestone: Kopfnuss vom Chef

CVC-Formel-1-Vorstand Martin Sorrell ist alles andere als glücklich über die jüngsten Aussagen von Bernie Ecclestone über Flavio Briatore

Ja, selbst Bernie Ecclestone hat einen Chef. Nein, dabei handelt es sich nicht um Gott, sondern um den britischen Geschäftsmann Martin Sorrell, der als Vorstandsmitglied von CVC die Interessen der Investmentgesellschaft in der Formel 1 führend vertritt. Sorrell ist damit quasi der Vorgesetzte des von CVC eingesetzten Geschäftsführers Ecclestone.

Zur Klarstellung: Die kommerziellen Rechte an der Formel 1 liegen zu ungefähr 70 Prozent im Besitz von CVC, etwa 20 Prozent gehören immer noch der amerikanischen Bank J.P. Morgan. Ecclestone hält nur noch einen einstelligen Prozentanteil. Trotzdem leitet er die Geschäfte der Königsklasse, aber das letzte Wort hat seit Jahren CVC. Dort ist man mit Ecclestones Arbeit in der Formel 1 offenbar zunehmend unzufrieden.

Derzeit stößt sich Sorrell an der Aussage des 78-Jährigen, der FIA-Motorsport-Weltrat (dem Ecclestone übrigens auch selbst angehört) habe Renault-Teamchef Flavio Briatore unangemessen hart bestraft und hätte ihn lediglich für ein Jahr sperren sollen. Nachdem vor einigen Monaten schon fragwürdige Zitate über Diktaturen und Adolf Hitler in Umlauf gekommen waren, scheint das Maß nun langsam voll zu sein.

"Zuerst hatten wir, dass Hitler gar nicht so schlecht war, jetzt heißt es, dass Betrug auch akzeptabel ist", übt Sorrell via 'Daily Mail' scharfe Kritik an Ecclestone. "Wo soll das hinführen? Seine jüngsten Kommentare sind leider wieder mal ein gutes Beispiel dafür, dass Bernie jeden Bezug zur Realität verloren hat, so leid mir das auch tut." Bereits im Juli hatte Sorrell Ecclestones Hitler-Aussage als "abstoßend" bezeichnet.

Fotoquelle: xpb.cc

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