Lewis Hamilton bezwingt die Strecke mit seinem spektakulären Fahrstil

Formel 1 2009

— 26.09.2009

Hamilton im Abschlusstraining vor Vettel

McLaren-Mercedes und Sebastian Vettel drückten dem dritten Freien Training in Singapur ihren Stempel auf - Reifenprobleme bei Jenson Button

Sebastian Vettel hat nur dann noch eine Minichance auf den WM-Titel, wenn er Gesamtleader Jenson Button an diesem Wochenende möglichst viele Punkte abnehmen kann. Nach einem ausgeglichenen Freitag scheint das gar nicht mehr so unwahrscheinlich, denn der in der Weltmeisterschaft führende Brawn-Mercedes-Pilot hatte im dritten Freien Training massive Probleme.

Button beendete die Session nach 17 Runden mit 1,289 Sekunden Rückstand als 14. und klagte anschließend über zu wenig Grip. Von Anfang an lief es für den Briten ernüchternd, am schwächsten war die Performance dann aber beim finalen Showdown mit den weicheren Bridgestone-Reifen. Dabei sollten die hohen Temperaturen in der Nacht von Singapur (31 Grad Luft und Asphalt) dem Brawn-Team eigentlich entgegenkommen.

Hamilton voll in seinem Element

Buttons Teamkollege Rubens Barrichello (+ 0,919/16 Runden) schnitt als Siebenter zumindest etwas besser ab, doch der Brasilianer geht mit der Bürde von minus fünf Startplätzen in das Qualifying. So gesehen läuft es bislang ideal für Vettel (Red-Bull-Renault/+ 0,277/17 Runden), der am Abend eine Bilderbuchsession mit nur einem kleinen Dreher hinlegte und unterm Strich den starken zweiten Platz belegte.

Geschlagen wurde der WM-Dritte nur von Lewis Hamilton (15 Runden), der in 1:47.632 Minuten die bisher schnellste Zeit des Wochenendes aufstellte. Der McLaren-Mercedes-Pilot war vor allem im ersten und zweiten Sektor eine Klasse für sich und verlor in der schnellen Zielkurve stets Zeit auf seine direkten Gegner. Außerdem leistete er sich ebenfalls einen Ausflug in einen Notausgang der Strecke, aus dem er sich jedoch mittels Rückwärtsgang befreien konnte.

Nico Rosberg (Williams-Toyota/+ 0,700/18 Runden) untermauerte seine Podiumsambitionen mit dem starken dritten Platz, gefolgt von Heikki Kovalainen (+ 0,788/14 Runden) im zweiten Silberpfeil. McLaren-Mercedes scheint damit neben Vettel die Kraft zu sein, die es zu schlagen gilt, denn die engen Kurven des gut fünf Kilometer langen Stadtkurses sind für den mechanisch starken MP4-24 ein gefundenes Fressen.

Aufwärtstrend bei BMW

Das BMW Sauber F1 Team, das sich von den Neuerungen für Singapur eine Steigerung um eine Sekunde versprochen hatte, gab mit den Positionen fünf (Robert Kubica/+ 0,869/16 Runden) und sechs (Nick Heidfeld/+ 0,894/13 Runden) ein Lebenszeichen von sich. Achter wurde Timo Glock (Toyota/+ 1,041/17 Runden), Neunter der Schweizer Sébastien Buemi (Toro-Rosso-Ferrari/+ 1,122/17 Runden) und Zehnter Jarno Trulli (Toyota/+ 1,125/12 Runden).

Ein schwieriges Qualifying deutet sich indes für Ferrari an, denn selbst Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen (+ 1,232/16 Runden) kam auf weichen Reifen nicht über Rang zwölf hinaus. Neuzugang Giancarlo Fisichella tat sich sogar noch schwerer und wurde nach 21 Runden mit 2,407 Sekunden Rückstand 20. und Letzter - noch hinter den Rookies Jaime Alguersuari (18./Toro-Rosso-Ferrari/+ 1,767/17 Runden) und Romain Grosjean (Renault/+ 2,009/16 Runden).

Keine Unfälle, viele kleine Zwischenfälle

Während der finalen 60 Minuten vor dem Qualifying gab es einige kleinere Zwischenfälle. So musste Räikkönen einmal vor der Tribünendurchfahrt hart abbremsen, um nicht in der Mauer zu landen, während Vitantonio Liuzzi (16./Force-India-Mercedes/+ 1,423/16 Runden) einen Dreher nicht mehr verhindern konnte. Der Italiener war dennoch schneller als sein deutscher Stallgefährte Adrian Sutil (17./+ 1,490/17 Runden).

Zu kleineren Meinungsverschiedenheiten über die Vorfahrt kam es zwischen Rosberg und Glock beziehungsweise Grosjean und dem Heißsporn Barrichello. Außerdem würgte Alguersuari sein Fahrzeug nach gut zehn Minuten beim Üben eines Starts ab. Die Streckenposten stellten sich dabei denkbar ungeschickt an, als sie den Neutralknopf nicht fanden und sich dafür das Geschimpfe der wartenden Toro-Rosso-Mechaniker anhören mussten...

Fotoquelle: xpb.cc

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