Nick Heidfeld ist extrem enttäuscht, weil er den zweiten Versuch nicht fahren konnte

Formel 1 2009

— 26.09.2009

BMW Sauber F1 Team sieht Aufwärtstrend bestätigt

Zum erst zweiten Mal in dieser Saison schaffte das BMW Sauber F1 Team den Sprung in den letzten Qualifying-Durchgang - Heidfeld Achter, Kubica Neunter

Nach einem viel versprechenden 3. Freien Training, in dem die BMW Sauber F1 Team Piloten die Plätze fünf und sechs belegt hatten, ließ sich auch das Qualifying sehr gut an. Nick Heidfeld und Robert Kubica schafften mit dem stark weiter entwickelten F1.09 beide den Sprung ins Top-10-Qualifying.

Jedoch konnten sie den Vorteil der weicheren Reifen nicht nutzen, weil das Qualifying durch die rote Flagge beendet wurde, als beide gerade ihren letzten Angriff gestartet hatten. Am Ende belegte Heidfeld mit 1,416 Sekunden Abstand den achten Platz, Kubica war als Neunter um 0,207 Sekunden langsamer.

"Auch wenn es vielleicht ganz gut aussieht, wieder in den Top 10 zu sein, weil wir ja dieses Jahr schon schlechtere Ergebnisse hatten, bin ich sehr enttäuscht", so Heidfeld. "Das Auto ist besser, und es lief wirklich gut in Q1 und Q2. Aber in Q3 konnte ich die weichen Reifen nicht nutzen, weil die rote Flagge raus kam."

"Ich hatte meine schnelle Runde begonnen und wusste schon nach den ersten paar Kurven, dass sie deutlich besser wird, aber dann verunfallte Rubens Barrichello, und die Sache war gelaufen. Im Nachhinein wäre es natürlich besser gewesen, früher mit den weicheren Reifen zu fahren. Aber dafür würde man nicht den Vorteil opfern, dass die Strecke in den letzten Minuten am besten ist. Das war einfach Pech."

"Unser Qualifying-Ergebnis wurde natürlich durch die rote Flagge nach Rubens' Unfall beeinträchtigt", so Kubica. "Ich denke, die Situation war für viele Fahrer ähnlich. Wir haben auf der ersten Runde in Q3 die härtere Reifenmischung benutzt. Das hat uns erheblich Rundenzeit gekostet. Die so genannten Prime-Reifen waren allein in den ersten zwei Kurven schon um zwei Zehntelsekunden langsamer als die weicheren Reifen."

"Es wird ein sehr schweres Rennen morgen. Die Strecke ist sehr schwierig und verlangt viel Traktion und eine gute Bremsstabilität. Auch körperlich ist der Kurs sehr anstrengend, weil er so viele Kurven hat und man permanent mit dem Auto kämpft. Morgen wird viel davon abhängen, wie die Reifen abbauen und womöglich überhitzen."

"Der Verlauf des Qualifyings brachte einige Überraschungen", so BMW Motorsport Direktor Mario Theissen. "In Q1 mit 20 Autos war es sehr schwierig, eine freie Runde zu finden. Beide Fahrer konnten erst im zweiten Versuch die nötige Zeit erreichen. Auch der Sprung in Q3 war alles andere als einfach. Die Plätze fünf bis zehn waren nur um Sekundenbruchteile voneinander getrennt."

"Im letzten Durchgang des Qualifyings haben wir uns den verbliebenen frischen Satz weicher Reifen für den zweiten Versuch aufbewahrt, der jedoch dem Unfall von Rubens Barrichello zum Opfer fiel. Wir waren eines von drei Teams, die beide Autos in die Top 10 gebracht haben. Uns ist dies erst das zweite Mal in dieser Saison gelungen. Dies bestätigt den Aufwärtstrend und die Arbeit, die hinter dem neuen Entwicklungspaket steckt."

"Wir haben mit unserem umfangreichen Entwicklungspaket einen Schritt nach vorne gemacht", so Chefingenieur Willy Rampf. "Erst zum zweiten Mal in diesem Jahr ist uns mit beiden Autos der Sprung in den finalen Durchgang des Qualifyings geglückt. Trotzdem sind wir mit den Startpositionen nicht zufrieden, auch wenn Nick und Robert aufgrund einer Rückstufung eines Konkurrenten jeweils einen Platz vorrücken werden."

"Denn den entscheidenden letzten Versuch in Q3 mit weichen Reifen mussten wir aufgrund des Unfalls von Rubens abbrechen. Damit stand letztlich bei uns nur die Zeit mit den harten Reifen zu Buche."

Fotoquelle: BMW

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