Kimi Räikkönen rutschte der Konkurrenz in Singapur hoffnungslos hinterher

Formel 1 2009

— 27.09.2009

Ferrari-Team mit enttäuschender Nullnummer

Sowohl Kimi Räikkönen als auch Giancarlo Fisichella rutschten auf dem Stadtkurs von Singapur ohne Haftung der Konkurrenz hoffnungslos hinterher

Das Ferrari-Team erlebte beim Großen Preis von Singapur eine enttäuschende Nullnummer. Kimi Räikkönen sah mit beinahe einer Minute Rückstand das Ziel auf Position zehn. Teamkollege Giancarlo Fisichella kam mit einer Minute und 20 Sekunden Rückstand auf Sieger Lewis Hamilton auf dem 13. Rang ins Ziel.

"Ich konnte nicht besser abschneiden", so Räikkönen. "Das Auto rutschte überall herum, und ich hatte keine Haftung. Im letzten Teil verbesserte sich die Situation auf den weicheren Reifen ein wenig, aber da war es schon zu spät. Ich konnte die Lücke auf Nakajima schließen, und ein paarmal versuchte ich das Risiko eines Überholmanövers einzugehen, aber hier ist es wirklich schwierig zu überholen, wenn der Kerl vor dir keinen Fehler macht."

"Ich gehe nicht davon aus, dass die Situation kommende Woche in Suzuka deutlich anders sein wird. Es ist für das Auto aus Sicht der Aerodynamik eine sehr anspruchsvolle Strecke und uns hapert es auf diesem Gebiet. Gleichzeitig möchte ich sagen, dass ich mein Bestes geben werde."

"Es war sowohl körperlich als auch mental ein sehr hartes Rennen", so Fisichella. "Die Geschwindigkeit entsprach nicht dem Standard von Ferrari, und das müssen wir berücksichtigen. Ich hatte damit zu kämpfen, das Auto aufgrund der mangelnden Haftung auf der Strecke zu halten. Am Ende verbesserte sich das Verhalten des Autos auf den weicheren Reifen, und ich schaffte es, ein paar gute Rundenzeiten zu fahren."

"Wir zogen meinen ersten Boxenstopps vor, um zu versuchen, mich aus dem Verkehr zu bringen, denn ich hing hinter Sutil fest. Als das Safety Car auf die Strecke kam, bescherte mir dieses Manöver nicht das Ergebnis, das wir uns erhofft hatten."

"Hier war KERS weniger ein Faktor als in Monza. Am Start schaffte ich es, an einem Auto vorbeizukommen, und dann war es hauptsächlich nützlich, um meine Position verteidigen. Nun kommen wir nach Suzuka, eine wahre Strecke. Angesichts der Tatsache, wie die Dinge in diesem Jahr gelaufen sind, die Autos bei einem Rennen stark und beim folgenden schwach sind, ist es schwierig, irgendwelche Prognosen abzugeben."

"Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass heute viel mehr drin war", so Teamchef Stefano Domenicali. "Wenn du auf einer Strecke wie dieser so weit hinten startest, ist es schwierig, weit nach vorne zu kommen. Kimi und Giancarlo haben ihr Bestes gegeben und die Möglichkeiten des Autos so gut sie konnten ausgeschöpft, aber wir müssen akzeptieren, dass andere einen Schritt nach vorne gemacht haben, was es für uns nicht einfacher macht, denn wir haben die Weiterentwicklung des F60 schon vor einiger Zeit eingestellt."

"Als wir diese Entscheidung getroffen haben, wussten wir, dass sich das am Saisonende immer stärker auswirken wird. Ich möchte aber auch klar sagen, dass wir nicht aufgeben. Es sind noch drei Rennen zu fahren und wir werden versuchen, unser Bestes zu geben, denn wir können noch Dritter in der Konstrukteurs-WM werden. In einer merkwürdigen Saison wie dieser kann alles passieren. Heute fuhren zum Beispiel Teams vorne mit, die zuletzt weit hinten waren, während es bei anderen genau umgekehrt war."

"Es war für Kimi und Giancarlo ein sehr schwieriges Rennen", so Teamchef Chris Dyer. "Im Gegensatz zu den vergangenen Rennen konnten wir heute den Start nicht optimal nutzen, was bisher eine unserer Stärken war. Wir standen ohnehin schon weit hinten, also wurde unsere Situation noch einmal komplizierter, vor allem weil man hier kaum überholen kann. Einige Autos kamen heute nicht ins Ziel oder hatten Bremsprobleme, aber wir konnten das nicht nutzen und gingen leer aus."

"Was die Reifenperformance angeht, erwies sich der weichere Reifen im letzten Teil des Rennens hinsichtlich der Konstanz als besser als erwartet, aber es war nicht klar genug, um ihn schon im zweiten Stint zu fahren, der der längste war. Es ist leicht, das im Nachhinein zu sagen, aber ich glaube wirklich, dass wir richtig entschieden haben."

Fotoquelle: xpb.cc

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