Jean Todt hat sich mit seinen Aussagen keine Freunde in Südafrika gemacht

Formel 1 2009

— 29.09.2009

Todt macht sich wenig Freunde in Südafrika

FIA-Präsidentschaftskandidat hat sich mit seinen Äußerungen zum angeblichen geringen Formel-1-Interesse in Südfrika unbeliebt gemacht

Ari Vatanen und Jean Todt sind derzeit auf großer Wahlkampftour. Die beiden Kandidaten für die Mosley-Nachfolge im Amt des FIA-Präsidenten zeigten sich nicht nur im glamourösen Umfeld des Grand Prix in Singapur, sondern reisen auf der Jagd nach Stimmen der nationalen Verbände auch durch die Weltgeschichte. Beim Thema Südafrika trat Todt jedoch aus der Ferne ins Fettnäpfchen.

In einem Interview mit dem 'Daily Telegraph' hatte der Franzose verweigert, seinen künftigen Formel-1-Bevollmächtigten bekannt zu geben. Auf die Frage des Journalisten, ob diese Position für die Mitgliedsklubs bei der Wahl nicht ausschlaggebend sein könnte, entgegnete Todt nur: "Glauben Sie wirklich, die Menschen in Südafrika kümmern sich darum, was in der Formel 1 geschieht?" Das kommt in Südafrika natürlich nicht gut an.

"Dass Herr Todt die Frage stellt, ob die Menschen in Südafrika überhaupt etwas von der Formel 1 mitbekommen, zeigt wieder einmal deutlich seine Arroganz und Geringschätzung gegenüber afrikanischen Ländern", sagt Beaulah Schoeman vom südafrikanischen Motorsportverband MSA, als Gefolgsfrau von Ari Vatanen für den FIA-Senat nominiert. Die Südafrikanerin weiter: "Man merkt das auch am Handeln der FIA. Es ist ein Beweis dafür, dass sich das nahtlos fortsetzen wird, wenn er gewählt werden sollte."

"Todts Kommentar ist nicht nur eine Beleidigung an Südafrika, sondern an alle afrikanischen Nationen", schießt Schoeman zurück. "Südafrika ist sehr stolz darauf, dass wir mit Jody Scheckter einen ehemaligen Formel-1-Champion haben. Außerdem hatten wir viele Jahre einen Grand Prix in unserem Land. Noch jetzt werden alle Übertragungen des Grand-Prix-Sports von Südafrika aus auf den ganzen Kontinent verbreitet."

Die Südafrikanerin, die bei einer Wahl von Todt kaum Veränderungen im Gefüge und Handeln der FIA erwartet, legt noch einmal nach: "Südafrika hatte sechs Jahre früher einen Formel-1-Weltmeister als das Heimatland von Jean Todt. Südafrika ist zwar im Augenblick nicht im Formel-1-Kalender vertreten, aber das gilt für Frankreich genauso. Es ist für uns sehr nett zu beobachten, dass auch der Name von Jody Scheckter nicht auf der Liste der Todt-Unterstützer auftaucht."

Fotoquelle: xpb.cc

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